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Ungeschlagen zum Titel

Münster. Torerfolg auf Befehl. Weil SCP-Trainer Nils Drube von ihm den entscheidenden Treffer verlangt hat, konnte er sich nicht mehr drücken. Auch nicht gegen seine Hiltruper Jungs, die Kai Kleine-Wilke von kleinauf kennt. Es half nichts...

Michael Schulte

Münster - Torerfolg auf Befehl. Weil SCP-Trainer Nils Drube von ihm den entscheidenden Treffer verlangt hat, konnte er sich nicht mehr drücken. Auch nicht gegen seine Hiltruper Jungs, die Kai Kleine-Wilke von kleinauf kennt.

Es half nichts. Nach 27 Sekunden war der Auftrag erledigt und gleichzeitig das sportlich nicht herausragende Finale der B-Junioren entschieden. Der SC Preußen hat es geschafft, mit 1:0 wurde der TuS Hiltrup besiegt. Und Kleine-Wilke durfte sich nach seinem Sololauf übers halbe Feld plus platziertem Abschluss zwischen Held und Buhmann fühlen.

20 Teams hatten sich bei den B-Junioren um den 19. Stadtmeistertitel beworben, die Preußen setzten sich erwartungsgemäß – und damit zum neunten Mal – durch. Als Bundesligist geht man halt immer als Favorit in solch ein Turnier, auch wenn sich Fußball draußen von dem drinnen durchaus unterscheidet. „Mich freut es für die Jungs, die hoffentlich diesen Schwung mit in die Bundesliga-Rückrunde aufs Feld nehmen“, strahlte Trainer Drube, der beim Budenzauber vornehmlich auf waschechte Münsteraner (plus Umgebung) aus seinem Kader gesetzt hat. Die Truppe zeigte sich überaus motiviert, ausgesprochen spielfreudig, gewann im Turnier alle Spiele und kassierte am Montag nur ein einziges Gegentor.

Eine Bilanz, die Bände spricht. Und die war natürlich auch den Hiltrupern bekannt. „Wir haben gegen den großen Favoriten prächtig mitgehalten. Das freut mich. Wir können mit unserer Leistung sehr zufrieden sein“, zeigte sich TuS-Coach Günther Gadau nach der Finalniederlage keineswegs enttäuscht. Das musste er auch nicht sein, konnte sein Team doch am Montag alle Spiele (bis auf das Endspiel) souverän gewinnen. Im Halbfinale gegen Roxel fiel der Erfolg mit 5:1 sogar sehr deutlich aus.

Im zweiten Halbfinale hatten die Preußen Titelverteidiger 1. FC Gievenbeck aus dem Turnier gekegelt, natürlich wieder mit einem Kleine-Wilke-Tor, aber auch mit einem Treffer von Kevin Kleine, dem Ex-Gievenbecker. „Es stimmt wirklich“, lachte Drube, „ich hatte Kevin gesagt, dass er gegen seine alten Gievenbecker treffen muss“. Wie am Montag zu sehen war, halten sich die Preußen ganz akribisch an die Vorgaben des Trainers. Das gibt jede Menge Hoffnung für die Bundesliga-Rückrunde.

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