1. www.wn.de
  2. >
  3. Archiv
  4. >
  5. Ungewöhnliche Liturgie-Feier: Felix Genn weiht am 29. August drei Weihbischöfe

  6. >

WN_Mobile_Home

Ungewöhnliche Liturgie-Feier: Felix Genn weiht am 29. August drei Weihbischöfe

Johannes Loy

Münsterland - Drei neue Weihbischöfe auf einen Streich - das ist schon ungewöhnlich. Am übernächsten Sonntag, 29. August, um 15 Uhr beginnt die feierliche Weiheliturgie im Paulus-Dom in Münster. Die Domkapitulare Dieter Geerlings (63) und Dr. Christoph Hegge (48) sowie der Borkener Propst Wilfried Theising (47) werden zu Weihbischöfen des Bistums Münster geweiht.

Ihre Aufgabengebiete sind fest umrissen Geerlings übernimmt die Nachfolge des verstorbenen Weihbischofs Dr. Josef Voß in der Bistumsregion Coesfeld/Recklinghausen. Christoph Hegge ist künftig zuständig für die Region Steinfurt/Borken und Nachfolger des auf den Limburger Bischofsstuhl gewechselten Franz-Peter Tebartz-van Elst. Wilfried Theising zieht von Borken aus noch etwas weiter nach Westen, nämlich an den Dienstsitz Xanten. Dort übernimmt er die Region Niederrhein als Nachfolger von Heinz Janssen.

Bei drei Weihen rechnet das Bistum natürlich mit einem ungewöhnlich großen Andrang der mitfeiernden Gläubigen. Etwa 4000 Gäste werden erwartet, und das bedeutet, dass der Dom die Gläubigen nicht allein fassen wird.

Daher wird der feierliche Gottesdienst, in dessen Verlauf Münsters Bischof Dr. Felix Genn seinen neuen bischöflichen Amtskollegen die Bischofsweihe spenden wird, auch per Videoleinwand in die Überwasserkirche und in die Lambertikirche übertragen. Das Generalvikariat hat außerdem größere Gruppen, die mit dem Bus anreisen, um vorherige Anmeldung gebeten. Anders als früher wird es nach der Bischofsweihe keinen Empfang im Rathaus oder in der Halle Münsterland geben. Die Begegnung mit den neuen Weihbischöfen wird auf dem Domplatz stattfinden. Dort ist Platz genug.

Man muss in den Annalen des Bistums Münster schon 37 Jahre zurückblättern, um auf eine dreifache Bischofsweihe zu stoßen. Am 24. Februar 1973 wurden damals Reinhard Lettmann, Max Georg Freiherr von Twickel und Ludwig Averkamp zu Weihbischöfen des Bistums Münster geweiht. Es war die Zeit, in der Bischof Heinrich Tenhumberg das Bistum Münster in Regionen aufteilte, um das bischöfliche Amt in der weit verzweigten und drittgrößten Diözese Deutschlands sichtbarer zu machen und die Leitung der großen Diözese auf mehrere Schultern zu verteilen.

Startseite