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Rot Weiss Ahlen

Unnötig, unglücklich, unverdient

Franz Prinz

Ahlen - An dieser Niederlage werden die Rot-Weißen einige Tage zu knabbern haben. Weil sie unnötig, unglücklich und unverdient war. Und weil die Gelegenheit, es besser zu machen erst in 14 Tagen kommt, werden die Spieler sie zudem ungewöhnlich lange im Gedächtnis haben. Es sei denn, Cheftrainer Bernd Heemsoth schafft es, die Gedanken an das 0:1 gegen die „Roten Teufel“ vom Betzenberg zu verdrängen. Vielleicht hilft dabei ja das Testspiel am kommenden Donnerstag beim FC Schalke 04. Ganz kurzfristig hat man diese Partie vereinbart. Sie steigt leider nicht in Ahlen, sondern auf dem Trainingsgelände der Knappen (15 Uhr). Für Abwechslung wird sie allemal sorgen und Heemsoth hat zusätzlich die Möglichkeit, seine Defensive neu einzustimmen. Denn hier ist er zu einer Umstellung gezwungen, weil Michael Wiemann am Sonntag seine fünfte Gelbe Karte gesehen hat.

Feilen muss Ahlens Trainer aber auch am Spiel nach vorne. Gegen Kaiserslautern erspielten sich die Ahlener endlich mal wieder Chancen, letztlich jedoch noch zu wenig. Hier muss endlich wieder ein Feuer wie in der Hinserie abgebrannt werden.

Auf Schalke werden Baldo Di Gregorio (Wade), Dirk Langerbein (Magen-Darm) und René Müller (Grippe) wieder dabei sein. Nur von den Langzeitverletzten kehrt noch niemand zurück. Daniel Thioune weiß „noch gar nicht, wann ich meinen Fuß erstmals im Training wieder so richtig belasten kann“. Marinko Miletic und Martin Stahlberg fallen bis zum Saisonende aus und mit Grover Gibsons Rückkehr ist wohl auch noch nicht zu rechnen. Zudem hat Marco Reus eine Bänderdehnung im Knie. Dafür steht Manuel Bölstler wieder zur Verfügung. Der Ex-Wuppertaler wartete gegen Kaiserslautern mit einer ansprechenden Leistung auf. Zweikampf- und kopfballstark hielt er auf der Sechser-Position einiges von der Viererkette fern. Bölstler war es übrigens auch, der Ahlens einzige Torchance nach einem ruhenden Ball hatte. Nach einer Ecke von Marco Reus sprang er am höchsten, sein Kopfball verfehlte das Tor der Lauterer nur knapp. Insgesamt waren die Ahlener Standards aber zu ungefährlich.

Mehr Dampf müsste in den nächsten Heimspielen auch von den Rängen kommen. Obwohl sich die Ahlener eifrig gegen die Niederlage stemmten, war von Unterstützung wenig zu sehen, geschweige denn zu hören. Dagegen lieferten die Fans der Gäste 90 Minuten Dauergesang ab. Ein Support, von dem die Spieler der Rot Weißen nur träumen können.

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