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110 Jahre Emsbote Pädagogen Content

Unser größtes Kapital sind wir selbst

Dagmar Kolb

Warendorf. Von der Jugendarbeit in den Traumberuf, das ist für Petra Betting ein guter Weg. „Mit Menschen zu tun haben, sie so zu fördern und befähigen, dass sie selbst ihren Weg gehen können“, beschreibt die Lehrerin am Mariengymnasium ihre Tätigkeit. Seit 2003 unterrichtet Betting dort alle Jahrgänge in den Fächern Physik und Mathematik. „Es bleibt immer spannend, wenn man die Schüler ernst nimmt und Anwendungskontexte für den Unterricht sucht.“

Nach dem Motto „Physik muss man ausprobieren können“ setzt die Lehrerin auf viel Gruppenarbeit. Eine Laterna Magica bauten die Schüler bereits zusammen. „Die funktioniert auch“, erklärt Betting stolz. Mit viel Erfindungsreichtum bastelt sie für den Unterricht und probiert aus, welche Aufgaben die Kinder womit umsetzen können. „Das macht mir selbst Spaß.“ In ihrer Freizeit beschäftigt sie sich mit Gartenarbeit, Kunst und Literatur.

„Menschlich, gemeinschaftlich, weltoffen“, lautet das Credo des Warendorfer Gymnasiums, das 800 Schüler besuchen. „Das Besondere an der Europaschule ist, wie miteinander gelebt wird“, fährt Betting begeistert fort. „Lernen ist mehr als Fachlernen, sondern soziales Lernen.“

Ein gutes Klima und die harmonische Zusammenarbeit mit dem Kollegium zeichnen das Schulleben aus. Mit den Eltern hält die Pädagogin engen Kontakt und freut sich über die gute kooperative Arbeit. „Wir begleiten beide das Kind aus verschiedenen Blickwinkeln.“

Mit viel Engagement leitet Betting eine Physik-AG für Mädchen und initiiert und organisiert alle zwei Jahre eine „Schüler-Uni“ für die Oberstufe. „Das erste Mal war Albert Einstein das Hauptthema.“ Bio-Forscher-Gruppen mit Blick auf Wettbewerbe wie „Jugend forscht“, Mathematik-, und Sprachen-Gruppen, mehrere Schulbands und ein Chor bereichern das Angebot der Schule.

„Unser größtes Kapital sind wir selbst“, betont Betting. „Es ist mir wichtig, den Kindern zu zeigen, dass mir viel an ihnen liegt. Ihnen das Gefühl geben, dass sie nicht für die Schule, sondern für sich selbst etwas erarbeitet haben und ihnen dadurch Erfolgserlebnisse zu vermitteln.“

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