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USC Münster

USC bleibt unter seinen Möglichkeiten

Heiner Gerull

Aachen/Münster - Alles versucht, doch am Ende hat es nicht gereicht. Im Westduell der Volleyball-Bundesliga zogen die Frauen des USC bei Alemannia Aachen Ostersamstag mit 0:3 (28:30, 23:25, 20:25) den Kürzeren. Trotz der Niederlage hielt sich die Enttäuschung bei USC-Trainer Axel Büring in Grenzen: „Wir haben heute das erste Mal in diesem Jahr unsere Basisleistung nicht abrufen können. Das ist schlecht, und darüber werden wir sicherlich noch reden. Menschen sind allerdings keine Maschinen. Deshalb müssen wir auch einmal eine nicht so gute Leistung in Kauf nehmen.“

Es entwickelte sich ein spannendes Spiel, das sowohl im ersten als auch im zweiten Satz auf der Kippe stand. Der USC begann mit Stefanie Golla auf der Libero-Position, bei Alemannia Aachen agierte die Schwedin Matilda Wikander als Zuspielerin. In einem hart umkämpften ersten Spielabschnitt hatte der USC bereits einen Satzball, den die Aachenerinnen jedoch abwehrten und den Satz schließlich mit 30:28 gewannen.

Es blieb spannend, obgleich dem USC anzumerken war, dass ihm im Gegensatz zum 3:2-Sieg gegen Stuttgart am Ostersamstag das letzte Quäntchen an Konzentration fehlte. Zwangsläufig wirkte sich das auf das Spiel der Unabhängigen aus. „Wir haben im Bereich Aufschlag und Annahme nicht so überzeugend wie zuletzt gespielt. Die Aachenerinnen waren in dieser Hinsicht einfach besser. Sie haben verdientermaßen gewonnen“, räumte Büring hinterher ein. Der USC leistete zwar Gegenwehr, doch er verlor auch den zweiten Satz knapp mit 23:25.

Im dritten nahm der Trainer eine Umstellung vor, in dem er Lisa Thomsen auf die Libero-Position beorderte. Dass es dennoch nicht reichte, um wenigstens einen Satz für sich zu entscheiden, lag auch an der Hexenkessel-Atmosphäre in der mit 1200 Fans gut gefüllten Aachener Sporthalle an der Neuköllner Straße. „In der Endphase des Spiels haben wir uns von dieser Stimmung beeindrucken lassen“, betrieb Büring nach dem 20:25 im dritten Satz Ursachenforschung. Somit war die Begegnung nach 80 Minuten entschieden. Für die Alemannia mit der Ex-USCerin Jenny Schräder war dieser Erfolg Gold wert, tat sie damit doch einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt.

Dagegen blies USC-Spielführerin Doreen Engel ein wenig Trübsal: „Natürlich sind wir heute, gerade nach den zuletzt gezeigten guten Leistungen, sehr enttäuscht. Sorry an unsere mitgereisten Fans, die uns so toll unterstützt haben.“

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