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USC Münster

USC setzt ein Zeichen

MÜNSTER - Wenn sich beide Seiten ihrer Sache sicher sind, dann braucht man nicht zu warten, bis die Tinte auf dem Papier trocken und wasserdicht ist. Gestern Abend stellten USC-Präsident Matthias Fell und Trainer Axel Büring mit Lonneke Sloetjes den ersten Neuzugang für die kommende Saison vor. Erst danach folgte der förmliche Akt, der mit der Vertragsunterzeichnung der...

Heiner Gerull

MÜNSTER - Wenn sich beide Seiten ihrer Sache sicher sind, dann braucht man nicht zu warten, bis die Tinte auf dem Papier trocken und wasserdicht ist. Gestern Abend stellten USC-Präsident Matthias Fell und Trainer Axel Büring mit Lonneke Sloetjes den ersten Neuzugang für die kommende Saison vor. Erst danach folgte der förmliche Akt, der mit der Vertragsunterzeichnung der Niederländerin endete. Für ein Jahr unterschrieb die 23-fache Nationalspielerin beim heimischen Volleyball-Bundesligisten, und einiges lässt darauf schließen, dass es eine fruchtbare Zusammenarbeit wird. Büring brauchte nicht lange zu überlegen, um die Gründe darzulegen, weshalb er sich für Sloetjes starkgemacht hat: „Lonneke war meine Wunschspielerin, weil sie jung und ehrgeizig ist. Darüber hinaus hat sie überragende athletische Fähigkeiten.“ Mit der Verpflichtung setzte der USC ein Zeichen. Das signalisierte auch Fell, indem er sagte: „Wir wollen in der neuen Saison an die Leistungen anknüpfen, die wir in der Rückrunde der vergangenen Serie gezeigt haben.“ Sloetjes soll ihren Beitrag dazu leisten. Zunächst freilich stehen für sie mit der niederländischen Nationalmannschaft EM-Qualifikationsspiele an. Bei der gestrigen Vorstellung ließ Büring anklingen, dass die hoch aufgeschossene Niederländerin „die angriffsdominante Außenposition“, so der Coach, bekleiden soll. Sloetjes wird sich die Aufgabe in der „Abteilung Attacke“ mit Hana Cu­tura und Kristin Kasperski teilen, während Ines Bathen und Sina Fuchs außen den annahmedominanten Part übernehmen werden. Sloetjes stand nicht nur beim USC auf der Wunschliste. Auch Bundesliga-Konkurrent VT Aurubis Hamburg war offenbar an einer Verpflichtung interessiert. Dass die 20-Jährige dem USC den Zuschlag gab, hat auch etwas mit ihrer beruflichen Ausbildung zu tun. Denn die angehende Wirtschaftswissenschaftlerin setzt nicht allein auf die Karte Volleyball, sondern will parallel zum Hochleistungssport ihre akademische Ausbildung an der Universität in Enschede forcieren. Aufgrund der Verkehrsanbindung lasse sich das in Münster perfekt umsetzen, verkündete Sloetjes. Ein wenig Zeit wird sie wohl auch investieren, um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Gestern übersetzte ihre künftige Teamgefährtin Andrea Berg vom Niederländischen ins Deutsche. „Das Spiel gegen Schwerin habe ich gesehen. Das war beeindruckend und hat mit den Ausschlag gegeben, zum USC zu wechseln“, ließ sie übermitteln. Damals ahnte Axel Büring noch nicht, welch nachhaltige Auswirkung dieser Erfolg haben könnte. Seit gestern weiß er es. „Gut, dass wir damals gewonnen haben“, sagte er.

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