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Kurzmeldungen Rheine

Verhandlung geht in nächste Runde

Günter Weber

-web- Münster/Rheine. Und wieder kam es nicht zu dem mit Spannung erwarteten Urteil: Der Prozess gegen fünf Angeklagte aus Rheine und Weißenfels, die sich wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchter räuberischer Erpressung vor der 9. Großen Strafkammer am Landgericht Münster verantworten müssen, geht erneut in die Verlängerung.

Die Verhandlung entwickelt sich allmählich zu einer „unendlichen Geschichte.“ Nach dem Plädoyer des Staatsanwaltes gab es am gestrigen, inzwischen 15. Verhandlungstag, erneut einen Beweisantrag der Verteidigung auf die Anhörung eines weiteren Zeugen, denn für ihre Mandanten steht schließlich viel auf dem Spiel.

So hat der Staatsanwalt für zwei der Angeklagten aus Rheine (27 und 23 Jahre) nicht nur hohe Freiheitsstrafen von neun Jahren und vier Monaten sowie sechs Jahren beantragt, sondern auch wegen den erheblichen Vorstrafen der Männer ihre anschließende Sicherungsverwahrung gefordert. Sie seien für die Allgemeinheit gefährlich. Die übrigen Angeklagten will der Staatsanwalt ebenfalls für mehrere Jahre hinter Gitter schicken. Sein Antrag: Freiheitsstrafen zwischen drei Jahren und drei Monaten bis zu sechs Jahre und neun Monaten.

Den Männern im Alter von 22 bis 30 Jahren wird bekanntlich zur Last gelegt, in Rheine von Ende 2008 bis Anfang 2009 in wechselnder Beteiligung Opfer mit Waffengewalt zur Herausgabe von Geld und Drogen gezwungen zu haben. Dabei sollen sie die Geschädigten in einigen Fällen auch körperlich massiv behandelt haben.

Die Kammer gab dem Antrag nach Beratung statt und setzt nun neue Termine fest.

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