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Filmrezensionen

„Verrückt nach dir“: Ost-West-Konflikt der Herzen

Gian-Philip Andreas

Im Genre der romantischen Komödie ist es sowieso nicht einfach, einzelne Filme voneinander unterscheiden zu können. Die deutschen Verleihtitel machen aber sogar noch größere Probleme: „Verrückt nach dir“ - beliebiger geht es wohl kaum.

„Going the Distance“ heißt dieser erste Spielfilm der preisgekrönten Dokumentaristin Nanette Burstein im Original, und tatsächlich: Um eine Fernbeziehung geht es. Erin und Garrett lernen sich in einer New Yorker Bar kennen, sie haben denselben abseitigen Humor und vor allem Appetit aufeinander. Weil Drew Barrymore und Justin Long auch im echten Leben (mehr oder weniger) liiert sind, meint man sogar, eine gewisse Frische in ihrem Spiel ausmachen zu können.

Erin muss dann zurück an die Westküste, die Liebe aber erweist sich als profund. Telefon-Techtelmechtel, Anfechtungen und Reisekostenexplosionen sind die Folge: Mensch, wird das gutgehen? Die Antwort dürfte klar sein, und auch sonst hat Burstein ihre mit skurrilen Nebenfiguren vollgestopfte Klamotte sehr konventionell inszeniert.

Immerhin: Der in den USA nicht jugendfreie Film geht mit frechen Dialogen etwas übers Mittelmaß hinaus - setzt aber leider auch zu sehr auf platte Späße, die derb in „Hangover“-Gefilden wuchern, dem Charme dieser harmlosen Zerstreuung aber abträglich sind.

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