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Jetzt wirds richtig lustig in der Pauli-Partei: Ausgerechnet, weil die schöne Landrätin ihre eigene Unterschrift auf einem Antragsformular vergaß, darf die Freie Union nicht einmal in Bayern zur Bundestagswahl antreten...

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Jetzt wirds richtig lustig in der Pauli-Partei: Ausgerechnet, weil die schöne Landrätin ihre eigene Unterschrift auf einem Antragsformular vergaß, darf die Freie Union nicht einmal in Bayern zur Bundestagswahl antreten.

Erst vor wenigen Wochen gründete Gabriele Pauli eine in vielerlei Hinsicht „eigene“ Partei. Die Freien Wähler, mit denen sie in Bayern im vergangenen Herbst in den Landtag eingezogen war, wollten der landauf, landab bekannten CSU-Rebellin nämlich nicht auf dem Kreuzzug in den Bundestag folgen, sondern nach ihrem Sensationserfolg in Bayern erst mal Landespolitik gestalten.

Eine Woche ist es her, dass die Bundesvorsitzende Pauli zwei Präsidiumsmitglieder aus dem Vorstand ihrer Freien Union entfernte, sozusagen eigenhändig. Und mit der Begründung, dass die Stellvertreter nicht energisch genug für das Wahlziel Bundestag gearbeitet hätten. Dass die Kandidatur für Deutschlands höchstes Parlament nun ausgerechnet an der Chefin scheitert, wird die Geschassten freuen - und den Rest der Republik amüsieren.

Aber eine Pauli gibt nicht auf: Gestern hat sie Beschwerde gegen die Entscheidung des Landeswahlleiters angedroht, der die Freie Union nicht zulassen will, weil auf der Bundestagsbewerbung die Unterschrift der Parteivorsitzenden fehlt. „Glühwürmchen“ nennt Horst Seehofer die ehemalige Parteifreundin, über die vor zwei Jahren noch ein Gigant wie Edmund Stoiber stolperte. Vielleicht könnte „Vergissmeinnicht“ noch besser passen.

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