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IVZ-Lokalfenster - Tecklenburger Land

Veteranen knattern durchs Tecklenburger Land

wn

Tecklenburger Land. Knattern, Brummen, Heulen, Rattern. Die Veteranen sind zu hören, bevor man einen Blick auf die alten Schmuckstücke erhaschen kann. Es sind vor allem die Verwandten und Freunde der Teilnehmer der 28. Internationalen Ibbenbürener Motorrad-Rallye, die am Samstagmorgen auf der Tribüne des Stadions Ost sitzen und stehen. Die Nationalflaggen sind gehisst, die Motorradfahrer gestärkt, die Sonne steht hoch.

Alles ist bereit. Der eine oder andere wirft noch einen kritischen Blick auf seine Maschine, poliert dort, streichelt da. 37 Kilometer lang soll sie durchhalten, die Veteranin. So lange dauert die kleine Ausfahrt über Brochterbeck und Riesenbeck, an der Aa entlang. Später wird Teilnehmer Manfred Herzberg sagen, dass die Gärten so gepflegt sind, die Rhododendren hoch stehen. Aber erstmal muss der Start glücken. Den Wunsch „Viel Glück“ hält der 69-Jährige für angebracht, schmunzelt, zuckt leicht die Schultern. Es klappt.

Wie auch bei den anderen rund 350 Teilnehmern. Im Fahrtleitungsbüro hatten sich vorher kleine „Dramen“ abgespielt, wie dort Markus Hoffmann und Manfred Mausolf erzählen. Einige Maschinen waren kaputt, die Fahrer zogen ihre Teilnahme zurück. Bezahlen mussten sie trotzdem. 55 Euro für Motorräder mit Baujahr nach 1918, 35 Euro für ältere Veteranen, 25 Euro für Beifahrer. Aber auch Freunde haben sich im Fahrtleitungsbüro gefunden, sagt Hoffmann. Nicht fürs Leben, aber für einige Stunden, für die Mannschaftswertung.

Auf der Strecke bleiben Menschen stehen, schauen, staunen. So an der Gravenhorster Straße in Ibbenbüren an der Aa auch der siebenjährige Marcel und seine 17-jährige Schwester Marina. Auf dem Weg von der Innenstadt nach Hause hat Marcel den Fotografen des veranstaltenden Automobilclubs Ibbenbüren an der Aa gesehen. Und erfahren, dass dort die Veteranen langfahren. Sie tun es. Die Nummer 1, Monika Schenk aus Spenge auf einer BMW R 2, Baujahr 1931, ist auch als Erste da.

Mittags ist die Rallye auch 
in der Ibbenbürener Innenstadt angekommen. Passanten recken die Hälse, als sie das Knattern, Brummen, Heulen und Rattern 
hören. Doch der publikumswirksame Besuch ist noch längst nicht der Endepunkt der Veteranen-Rallye, die neben dem Gleichmäßigkeitslauf am Samstagnachmittag auch am Sonntag noch eine große Ausfahrt umfasste.

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