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VfL Wolfsburg: Graue Maus treibt es bunt

wn

Wo kommt sie her?

Die Niedersachsen gelten seit ihrem Aufstieg im Jahr 1997 sehr zum Leidwesen der VfL-Verantwortlichen als die „graue Maus der Bundesliga“. Selbst durch Einkäufe vermeintlicher Lichtgestalten wie Stefan Effenberg oder dem brasilianischem Paradies-Vogel Marcelinho hat sich daran nichts geändert. Mit der Verpflichtung von Meistertrainer Felix Magath will Hauptsponsor VW jetzt endlich den Provinz-Mief vertreiben und dem VfL einen Hauch von großer Fußball-Welt geben.

Wo wollen sie hin?

Felix Magath lässt keinen Zweifel: „Es soll nach oben gehen.“ Schränkt allerdings auch ein: „Wir dürfen dabei nichts über das Knie brechen.“ Den Verein Richtung Uefa-Cup schießen sollen die vom Liga-Rivalen Cottbus geholten Rumänen Radu und Munteanu (25 Treffer in der vergangenen Saison). Große Hoffnung setzt man in Wolfsburg aber vor allem in die talentierten deutschen Neuzugänge Schäfer, Baier, Riether, Dejagah, Laas und Gentner. Mittlerweile wurden elf neue Spieler verpflichtet, sogar zwölf sind gegangen oder mussten gehen.

Wie steht es mit den Finanzen?

Geld scheint keine Rolle zu spielen. Hauptsponsor Volkswagen hat die Schatulle weit aufgemacht und Felix Magath durfte munter auf Einkaufstour gehen. Als Gegenleistung erwartet Vorstandschef und Magath-Intimus Martin Winterkorn natürlich (sehenswerte) Ergebnisse. Felix Magath betont jedoch: „Es gibt keine Vorgaben von VW.“ Ergänzt aber auch: „Es ist natürlich nicht das Interesse des Konzerns, dass wir nur eine Nebenrolle spielen.“

Wer hat das Sagen?

Nur einer: Der allmächtige Felix Magath. Der 54-Jährige ist Trainer und Sportdirektor in Personalunion, trifft – ähnlich wie sein sportliches Vorbild Sir Alex Ferguson beim englischen Mega-Klub Manchester United – alle wichtigen Entscheidungen.

Was können sie erreichen?

Die neue Saison wird mit Sicherheit nicht so desaströs wie die abgelaufen Spielzeit verlaufen, als der VfL nach langem Zittern erst kurz vor Toresschluss den GAU, sprich den Absturz in Liga zwei verhinderte. Wenn alle Rädchen in einander greifen, dann kämpft eine Dank Magaths Training („Qualität kommt von Qual.“) sicherlich körperlich enorm starke Wolfsburger Mannschaft um einen Platz im Uefa-Cup mit. Die Erwartungshaltung bei den Fans ist für Wolfsburger Verhältnisse auf jeden Fall riesig. Beleg: Gut 10 000 verkaufte Dauerkarten bedeuten neuen Vereinsrekord.

Der Typ, auf den Sie achten sollten.

Ein Bosnier könnte in der Autostadt das neue VfL-Turboaggregat werden. Name der Kraftmaschine: Edin Szeko. Der 21-jährige Stürmer mit Gardemaß (1,93 m) gilt aber nicht nur in der Luft als Überflieger. „Er ist einer wie Barbarez und kann richtig kicken“, schwärmt Magath.

Gegen welchen Gegner schmecken Siege besonders süß?

Keine Frage – gegen Hannover 96. Aber auch in der Auseinandersetzung mit den in Wolfsburg so ungeliebten Bayern steckt Dank Magaths Münchner Vergangenheit enorme Brisanz.

Der ausgefallenste Fan-Artikel.

Das sogenannte Schlampermäppchen für 6,95 Euro. Da holt doch jeder junge VfL-Fan morgens in der Schule gerne die Stifte raus.

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