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Vierkampf um die Olympiatickets

Conny Kurth

Gstaad. Bereits einen Tag nach Abschluss der Beachvolleyball-Weltmeisterschaft in Gstaad (Schweiz) erhielten Rieke Brink-Abeler und Hella Jurich eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte: Aus dem Dreikampf um die beiden Tickets für die Olympischen Spiele 2008 in Peking (China) ist nun tatsächlich ein Vierkampf geworden. Die gute: Nach dem aktuellen Stand der Olympia-Rangliste hätte das Duo vom USC Münster die Fahrkarten in die chinesische Metropole in der Tasche. „Aus dem Dreikampf ist in Gstaad ruckzuck ein Vierkampf geworden“, sagte Trainer Axel Büring. „Darüber sollten wir uns freuen. Denn das bedeutet, dass das Niveau in Deutschland gut ist. Die nationale Konkurrenz stachelt die Teams zu guten Leistungen an."

In die komplizierte Wertung für die Olympiaqualifikation gehen die acht Turniere der Beachvolleyball-Weltserie zwischen Januar 2007 und 20. Juli 2008 ein, bei denen die Teams die meisten Weltranglistenpunkte gesammelt haben. Mit 2440 Qualifikationspunkten rangieren die Münsteranerinnen derzeit knapp hinter Sara Goller und Laura Ludwig (Hertha BSC), die schon 2560 Zähler für sich verbuchen konnten. Hauchdünn ist der Vorsprung auf Stephanie Pohl und Okka Rau (Hamburger SV), die derzeit 2420 Punkte auf ihrem Konto haben. Bei allen drei Duos werden bereits acht Turniere gewertet.

Erst sechs Turniere dagegen haben Helke Claasen und Antje Röder (VCO Berlin) in der Wertung, die dank des fünften Platzes bei der WM und damit verbundenen 600 Weltranglistenpunkten gehörig an Boden gut machen konnten. Zur Zeit kommen die Berlinerinnen in der Olympia-Rangliste auf 1440 Qualifikationspunkte und sind damit viertplatziertes deutsches Team. Kaum noch Chancen auf eine Teilnahme an Olympia dürften Geeske Banck und Susanne Lahme (VCO Berlin) haben. Das Nationalteam Nummer fünf konnte bisher 600 Punkte für sich verbuchen.

Auch auf die Weltrangliste wirkte sich das Abschneiden der deutschen Beachvolleyballerinnen in Gstaad aus. Brink-Abeler/Jurich spielten sich dank Platz neun bei der WM wieder unter die besten zehn Teams der Welt. Das münsterische Doppel rangiert mit 2500 Weltranglistenpunkten auf dem zehnten Rang und damit direkt hinter Goller/Ludwig, die sich trotz des 17. Platzes bei der WM als Neunte behaupten können. Die WM-Fünften Pohl/Rau konnten ebenfalls aufholen und verbesserten sich mit nun 2420 Weltranglistenpunkte um zwei Plätze auf Rang elf. Claasen/Röder schoben sich vom 30. auf den 23. Platz nach vorn. „Wir wussten vorher, dass es in dieser Saison sehr eng zugehen wird“, sagte Rieke Brink-Abeler. „Ich denke trotzdem, dass wir nach wie vor eine gute Chance haben, uns für Peking zu qualifizieren.“

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