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Volksbanken der Region legen zu

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-ugo/gir- Velen/Steinfurt. „Große Sorgen“ äußerte Dr. Wolfgang Baecker, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Westmünsterland, gestern aufgrund der „schleichenden Verstaatlichung“ im Bankgewerbe. Trotz der Finanzkrise zog er für sein Institut ein positives Fazit. So sei die Bilanzsumme im Jahr 2008 um drei Prozent auf 1,6 Mrd. € gestiegen. Zum Jahresschluss betrug das Volumen der von der VR-Bank vergebenen oder vermittelten Kredite 1,55 Mrd. €, das sind 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Kundeneinlagen stiegen um 43 Mio. auf 986 Mio. €. Aus dem Jahresüberschuss von 3,2 Mio. € soll eine Dividende von sieben Prozent mit einem Gesamtvolumen von insgesamt 1,6 Mio. € ausgeschüttet werden. Auch die acht Volksbanken im Kreis Steinfurt fühlen sich als Gewinner der Finanzkrise. Ihre addierte Bilanzsumme stieg 2008 um 6,9 Prozent auf rund 3,3 Mrd. €. Das ist der höchste Zuwachs seit zehn Jahren. Auch bei den Einlagen (plus drei Prozent) und den Krediten ( plus 3,2 Prozent) gab es kräftige Zuwächse. Bankensprecher Gerhard Baumann kritisierte, dass staatliche Garantien für private Geldinstitute den Wettbewerb massiv verzerrten. So würden manche Banken völlig überzogene Festgeld-Zinsen zahlen, obwohl sie staatliche Hilfe in Anspruch nehmen müssten: „Das stellt den Wettbewerb auf den Kopf.“

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