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SC Greven 09

Voller positiver Energie

Ania Jaszczuk

Greven - Motiviert, Selbstsicher und nach dem letzten Pokalsieg auf einem guten Weg. So wähnten sich die Handballdamen vor dem Spiel gegen TSG Wismar. Die Niederlage tat zwar weh, aber die Grevenerinnen wissen, dass die harte Arbeit in der Vorbereitung irgendwann Erfolge zeigen wird. Am liebsten natürlich vor eigenem Publikum, dem sie zeigen wollen, dass ein frischer Wind in den eigenen reihen herrscht.

Die Mannschaft ist auf jedem Fall jünger geworden. Auch die Spielerinnen der A-Jugend bekommen nach und nach ihre Chancen und viele Mädchen aus der Umgebung kommen zu uns und trainieren mit der Bundesligamannschaft. „Es freut uns , ihnen zu helfen und gute Ratschläge zu geben. Am Ende sind wir jetzt „die Älteren“ und haben die Aufgabe, sie zu unterstützen und anzufeuern“, sagt Melanie Lorenz. „Ich finde, dass wir dieses Jahr eine richtig tolle Mannschaft haben. Auch wenn es manchmal ein paar Auseinandersetzungen gibt, kommen wir super gut miteinander klar“, sagt „Melli“, die in dieser Saison in die Rolle der Spielmacherin schlüpft. „Es ist sicher nicht einfach, aber ich bin sehr zufrieden mit dieser Rolle. Ich liebe es, das Spiel zu führen und für die anderen zu spielen. In der vergangenen Saison war ich abhängig von anderen. Jetzt darf ich selber Entscheidungen treffen und das hat auch meinem Selbstbewusstsein gut getan.“

Auch wir sind sehr zufrieden mit „unserer Melli“ die im Vergleich zur letzten Saison ihre Spielfreude zurückgefunden hat. Im Training ist sie einfach nicht mehr zu halten. „Die vergangene Saison habe ich jetzt abgehakt, und ich freue mich auf das, was auf uns zukommt und was wir zusammen lösen werden. Wir müssen auf jedem Fall noch viel an unserer Abwehr arbeiten. Bessere Absprachen treffen, viel reden und zusammen kämpfen. Aber mit der Zeit wird sich auch das bessern.“

Monika Kornet sieht das genau so. Als sie im Pokalspiel eine Minute vor dem Spiel zu hören bekam, dass sie nicht mitspielen darf, weil ihr Pass noch nicht da war, war sie total enttäuscht und niedergeschlagen.

Zum Glück ist sie jetzt spielberechtigt und voller positiver Energie. Auch in der Abwehr ist sie eine starke Kandidatin und für uns eine große Hilfe. Sie ist erst 19 Jahre alt, sicher nicht ganz einfach, in diesem Alter das Elternhaus zu verlassen.

Als ich sie gefragt habe, was sie am meisten beeindrucke, kam wie aus der Pistole geschossen: „Disziplin“. In Deutschland sei es doch ein kleines bisschen anders, als in Holland, aber sie sei froh, hier zu sein. „Langsam habe ich mich in der Mannschaft eingelebt und von Franziska Heinz als Trainerin habe ich schon ganz viel gelernt. Ich habe mich in vielen Dingen verbessert.“ Vor allem hinsichtlich der Taktik habe sie sehr viel gelernt. „Ich freue mich auf das erste Heimspiel und die Saison. So langsam, finde ich, habe ich genug gewartet. Jetzt will ich endlich mal auch vor eigenem Publikum spielen.“

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