1. www.wn.de
  2. >
  3. Archiv
  4. >
  5. Volumen und üppige Details: Die neuen Schuhe fallen auf

  6. >

News

Volumen und üppige Details: Die neuen Schuhe fallen auf

Offenbach - Für Frauen gehört der Schuh längst zum perfekten Auftritt und ist nicht nur bloßes Beiwerk oder notwendiges Tretwerk. Doch lange nicht mehr waren die Schuhe ein derartiger Hingucker, wie sie es im kommenden Frühling und Sommer nach Ansicht der Experten werden sollen. „Schuhe sind in der Saison das Accessoire schlechthin“, sagt etwa Marga Indra-Heide, Trendexpertin...

wn

Offenbach - Für Frauen gehört der Schuh längst zum perfekten Auftritt und ist nicht nur bloßes Beiwerk oder notwendiges Tretwerk. Doch lange nicht mehr waren die Schuhe ein derartiger Hingucker, wie sie es im kommenden Frühling und Sommer nach Ansicht der Experten werden sollen. „Schuhe sind in der Saison das Accessoire schlechthin“, sagt etwa Marga Indra-Heide, Trendexpertin vom Deutschen Schuhinstitut in Offenbach. Denn die neuen Schuhe können vor allem eines: Auffallen und Auftrumpfen mit viel Stoff und Tamtam. „Ein absolutes Must-Have sind Schuhe mit Plateau-Sohlen und dann am besten in der Kombination mit Keilabsätzen“, sagt Katharina Martin, Sprecherin von Deichmann. Diese hohen und breiten Absätze werden von den Designern, etwa von Gabor, Tamaris und Joop, sogar noch mit derbem Flechtwerk verziert. Miu Miu nutzt für diesen Look natürliche Materialien wie Kork. „Clogs sind ein weiteres großes Thema der kommenden Saison“, sagt Indra-Heide. Auch diese Schuhe formen eher klobige als weiblich-zarte Füße. Statt klassisch in reinem Holz oder wie in den vergangenen Saisons aus Gummi, sind die hochhackigen Treter nun mit Stoffen überzogen. Außerdem zieren sie Nieten und große Nägel. Gabor zeigt etwa Jeans-Clogs mit Ausstanzungen an der Seite, Jette Joop hat welche mit einem Herz am breiten Riemen. Ebenfalls aus der alten Kiste holen die Designer die seit langem angesagten Badelatschen und möbeln sie auf. „Die werden so auch büro-tauglich“, sagt Martin. „Das sind längst nicht mehr nur irgendwelche hippen Badelatschen.“ Deichmann hat die Schlappen etwa mit Perlen verziert. Auch an Pumps und Sandaletten finden sich viele raffinierte und verspielte Applikationen wieder, womit ihr schon mal nüchterner Schick aufgebrochen wird. Pastell- und Nude-Töne sowie der Dauerbrenner Schwarz lassen sie dennoch elegant wirken. Feiner, aber nicht minder extravagant sind Modelle mit Spitze und anderen transparenten Stoffen. Diesen modernen Purismus hat Görtz in seinem Saison-Titel „Simple Minds“ genannt. Weiterhin beliebt sind die Ballerinas, die in der Regel die eine oder andere kleine Finesse wie eine größere Schleife, Blumen oder Rosetten aufweisen. Neben all diesen Schuhen sind den Trendanalysten zufolge das Must-Have des Sommers Sandalen mit breitem Riemen an der Fessel („Ankle-Sandels“) oder gar mit üppigen Schäften am Schienbein. „Die Fußfesseln werden absolut betont“, sagt Indra-Heide. Würden die Zehen oder Fersen nicht weiterhin sichtbar sein, wären die neuen Sandalen kaum von Stiefeln zu unterscheiden, wie etwa bei Stefanel zu sehen. Zu neuen Höchstformen haben die Schuhdesigner auch die beliebte Römer-Sandale gezeichnet: s.Oliver beispielsweise hat ein Modell in der Kollektion, das das ganze Schienbein bedeckt und hinten von drei breiten Riemen zusammengehalten wird. Wie aus den Kollektionsbüchern hervorgeht, sind Jeansstoff und der blaue Marine-Look inzwischen Dauerbrenner. Die Stoffe sind hier - wie in den vorherigen Saisons auch in der Hosen-Mode - ausgewaschen, gebleicht und ausgefranst. Sie werden für Ankle-Sandals, Booties und Clogs gleichermaßen genommen und mit Ketten, Nieten und Bastmaterial aufgepeppt. Aus der Winter-Saison bleiben zunächst auch noch maskuline Halbschuhe, die sogenannten Loafers, sowie flache Canvas-Sneakers aus Leinen, flache und meist schlichte Schnürschuhe und dick besohlte Dessert-Boots erhalten. Diese auffälligen, teils groben Schuhe werden selbst zu dünnen Sommerröcken kombiniert - mit eben dem Ziel Auffallen.

Startseite