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Von Frust keine Spur

Münster. Irgendwann kommt auch für ein Überraschungsteam der Zeitpunkt, an dem es ein bisschen unangenehm werden kann. Für Blau-Weiß Aasee war es gestern direkt im ersten Zwischenrundenspiel so weit. Gegen den SC Preußen sah der B-Ligist beim 0:5...

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Münster. Irgendwann kommt auch für ein Überraschungsteam der Zeitpunkt, an dem es ein bisschen unangenehm werden kann. Für Blau-Weiß Aasee war es gestern direkt im ersten Zwischenrundenspiel so weit. Gegen den SC Preußen sah der B-Ligist beim 0:5 kein Land. Trotzdem – von schlechter Stimmung war bei dem Qualifikanten nichts zu sehen. „Wir haben eine hohe Frustrationstoleranz“, erklärte Trainer Martin Zumhagen-Sonius die gelassene Reaktion seines Teams. Ähnlich wie in der Vorrunde beim 1:7 gegen Hiltrup bekam Aasee auch diesmal wieder von einem der Topfavoriten die Grenzen aufgezeigt.

„Immerhin waren wir diesmal ja schon ein Tor besser als gegen den TuS“, lachte Zumhagen-Sonius, der die Auftritte seines Teams einfach genießen konnte. In der Kreisliga B steht Aasee im grauen Tabellen-Mittelfeld, da kam das Highlight Stadtmeisterschaft in diesem Winter besonders gelegen. Kein Wunder, dass Blau-Weiß diesmal also auch besonders gut spielte und mit dem Erreichen der Zwischenrunde das beste Ergebnis des Vereins überhaupt schaffte.

Und nicht zuletzt hat sich der Klub, der mit den beiden Ex-Kinderhausern Denis Cardoso und David Sonius auf zwei ehemalige Junioren-Stadtmeister zurückgreifen konnte, ja auch hohe Ziele gesetzt. Nicht nur in der Halle. „In zwei Jahren wollen wir in der Lage sein, ernsthaft um den Aufstieg in die Kreisliga A zu spielen“, erklärt der Trainer.

Das Image des sozial engagierten Gesamtvereins ist schon bestens, und auch die Fußballabteilung mausert sich Stück für Stück. „In den letzten Jahren waren wir in der Tabelle meistens unten zu finden. Inzwischen glaubt schon keiner mehr, man könnte uns einfach so weghauen“, betont Zumhagen-Sonius. In der Halle war das gestern noch ein bisschen anders. Das lag vielleicht auch am Fehlen von Joachim Avenarius, der in der Vorrunde noch geglänzt hatte. Gestern ging für ihn sein Umzug vor.

„Wir haben sowieso nicht auf ein Weiterkommen spekuliert. Die Jungs sollen hier etwas lernen, und das konnten sie gegen so gute Gegner“, so der Trainer. Ab sofort muss Aasee sich mit den ganz alltäglichen Problemen befassen, zum Beispiel mit der unendlichen Geschichte um den nicht fertig werdenden Kunstrasenplatz. Noch ist nicht abzusehen, wann Aasee den neuen Platz endlich bespielen kann. Zumhagen-Sonius: „Wie gesagt, wir haben eine hohe Frustrationstoleranz.“

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