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Montag, 21.06.10 - 9. Tag

Von Klopotowo nach Ustka = 123 Kilometer

wn

<1>Nach dem freien Tag in Klopotowo verspeisten wir zum Frühstück die restlichen Kalvertierne - von Karl mit 16 Eiern und viel Knofi sehr speziell und lecker zubereitet. So ein üppiges Frühstück gibt viel Kraft und hilft enorm, den ach so notwendigen Druck auf die Pedalen auszuüben. Nach 40 Kilometern konnten wir kurz am Ostseestrand rasten und schon ging es weiter bis nach Rügenwalde, das heute Darlowo heißt. „Rügenwalder Teewurst – du gute leckere Wurst, uns allen bekannt aus unseren Kindertagen, wir haben deine Heimatstadt gesehen!“ Die Wurstfabrikantenfamilie flüchtete im 2. Weltkrieg und baute in Bad Zwischenahn eine neue Produktionsstätte für die Rügenwalder Teewurst auf. <2>In Uska fand die nächste Übernachtung statt. Mit Hallo begrüßten wir unseren neuen Begleitfahrer aus Mettingen: Manfred Wöste, genannt Dr. Isaak Wöste. Er war mit dem Zug angereist und zahlte in Polen - ab Stettin – für sein Zugticket mit Fahrrad - für 300 Kilometer umgerechnet 10 Euro. Manfred hatte vor dem Reiseantritt einen gewissen Respekt vor dem, was ihm auf der Radtour als Tagesleistung auf dem Fahrrad abverlangt werden würde. So berichtet er uns von seinem Fahrradtraining in Mettingen: Täglich habe er trainiert, lange Strecken sei er gefahren und stets habe er mit Backsteinen gefüllte Radtaschen mitgeschleppt – um sich neben der notwendigen Ausdauer auch an das Gewicht des schwer beladenen Fahrrades zu gewöhnen. Na, wenn das kein Einsatz ist! Jedenfalls brauchten wir uns keine Sorgen zu machen, dass er den Anschluss eventuell verlieren könnte. Das restliche Fleisch von unserer Klopotowo Ziege hatten wir auf den Rädern mitgeschleppt, es wurde abends in einem Topf mit Bier und Senf zart zubereitet und genüsslich verspeist.

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