1. www.wn.de
  2. >
  3. Archiv
  4. >
  5. Von wegen „Vom Winde verweht“

  6. >

Nachrichten

Von wegen „Vom Winde verweht“

Silke Diecksmeier

Ahlen/Edinburgh - Um fast fünf Minuten verbesserte Elias Hanne beim Edinburgh Marathon Festival seine alte Bestzeit auf den 42,195 Kilometern. Mit seiner Zeit von 2:50:32 Stunden war er hochzufrieden, wenn es auch lange so aussah, dass sogar die 2:50 Stunden fallen würde.

„Meine Tochter studiert in Edinburgh. So kam ich auf die Idee, dort zu laufen“, erzählte der Athlet im Trikot der LG Ahlen. Nach einer sehr guten Marathonvorbereitung, in der er Umfänge von 140 Laufkilometern in der Woche absolvierte, wurde es Ende Mai ernst. Auf der einsamen, von Zuschauern kaum frequentierten Strecke fiel es dem Ahlener leicht, schnell in den Rhythmus zu finden.

Mit unter vier Minuten für den Kilometer lief er los und hielt dieses Tempo bis etwa Kilometer 30. Dann wartete eine besondere Schikane für die Läufer. Die Laufrichtung wechselte und auf der Küstenstraße blies ihnen der Wind ins Gesicht. Zwölf Kilometer waren noch zu absolvieren und wie fast alle Teilnehmer verlor auch Hanne auf diesem Stück Zeit. So kam er nach 2:50:32 Stunden ins Ziel. „Ohne den Wind wäre es sicher auch unter 2:50 Stunden geworden“, sagte der Ahlener, der mit dieser Zeit auf Rang 56 des Gesamtklassement landete.

Nach dem eigentlichen wartet auf der Rückreise ein weiterer Marathon auf den 48-jährigen Ahlener. Zunächst konnte er wegen der Asche des isländischen Vulkans den Flieger nicht nehmen, tags drauf tobte ein Sturm über Edinburgh, der den Flughafen beschädigte. Also konnte Hanne erst mit zweitägiger Verspätung nach Ahlen zurückreisen.

Er hat nun weitere ehrgeizige Ziele. „Auf den zehn Kilometern soll die 36-Minuten-Marke fallen“, erzählt er. Schließlich müsse er auch auf den kürzeren Distanzen besser geworden sein, rechnete Hanne sich aus.

Startseite