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Vor Dienstschluss eröffnet die Torfabrik

Julia Eilermann

Münster. Ein Ergebnis kann manchmal über den Spielverlauf hinweg täuschen. So sahen gestern sowohl die hart gesottenen Nullachter als auch die angereisten Burgsteinfurter mehr als 60 offene Minuten in der Bezirksligapartie der Münsteraner gegen den Tabellenzweiten. Ein Punktgewinn wäre bis dato für beide Teams verdient gewesen, doch dann nahmen die Männer vom Kanal Fahrtwind auf. 7:2 (1:1) hieß es am Ende, weil die Platzherren in der Schlussphase fünf Treffer binnen 30 Minuten erzielten. „Eigentlich waren wir das spielbestimmende Team, bis wir den Faden verloren haben“, verwies Gästecoach Stefan Dinkhoff auch auf die Leistung des Schiedsrichters. Dieser schickte den SV-Trainer nach einem „Kommentar von der Seitenlinie“ bezüglich des Kartenregens hinter die Bande. „Wir haben sechs oder sieben Gelbe kassiert, Nullacht nur eine!“

Sein Gegenüber Bodo Gadomski entwickelte nach dem unsteten Saisonstart ein „neues Konzept“, um in die Erfolgsspur zurückzufinden. Defensiv ausgerichtet zeigten sich seine Schützlinge anfangs abwartend. In der 20. Minute allerdings legte Alejandro Gomez auf seinen Sturmpartner Dennis Hoeveler auf, der zur 1:0-Führung einschoss. Daraufhin wechselten die Gäste gleich zwei Mal und erzielten auch schnell den Ausgleich durch Nikolay Lazarov (43.).

Während die Gäste auch in der zweiten Hälfte sauber kombinierten, lauerten die Platzherren weiterhin auf deren Fehler. Die erneute Führung besorgte Kapitän Andreas Eienbröker, als er aus 30 Metern ins Netz traf (56.). Burgsteinfurts Johannes Habben stellte per Kopf den 2:2-Ausgleich her (60.). Nachdem Floer im Halbfeld keine Anspielstation fand, hämmerte er die Kugel einfach selbst aus 35 Metern ins Netz (64.). „Heute freuen wir uns über den Sieg“, beobachtete Gadomski fortan entspannt die Torfabrik der 08er. Hoeveler (74.), Vandeck, per Foulelfmeter (77.), Robert Wojdat (84.) und erneut Vandeck (90.) besiegelten den Sieg.

Münster 08: Linnenbrinck – Simon, Golla, Eienbröker – Mohr, Muzalewski (83. Ullrich), Floer, T.-Sampanther – Wojdat (88. Huntenburg) – Gomez (65. Vandeck), Hoeveler.

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