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„Vorstadtkrokodile“: Überzeugend

Gian-Philip Andreas

Die Mutprobe, bei der ein Junge aufs Dach einer alten Ziegelei klettern muss, um sich Aufnahme in eine Jugendbande zu verschaffen und beim drohenden Absturz nur durch den beherzten Notruf eines jungen Rollstuhlfahrers gerettet werden kann, dieser Initiationsritus also aus Max von der Grüns Klassiker „Vorstadtkrokodile“ gehört zu den stärksten Einstiegen der Jugendliteratur. Auch „Französisch für Anfänger“-Regisseur Christian Ditter war sich dessen bewusst:

Entsprechend aufwändig inszenierte er die Mutprobe in seiner Neuverfilmung. Ansonsten hat er stark verändert und modernisiert, um heutigen Sehgewohnheiten zu entsprechen: Webcam-Überwachung für den „Mission-Impossible“-Kitzel, Handy-Kommunikation, alberne Einlagen mit Axel Stein und Ralf Richter.

Den Rollstuhlfahrer Kai, der Mitglied der „Krokodile“ werden möchte, spielt Fabian Halbig, der Schlagzeuger der teeniebeliebten „Killerpilze“, und er macht seine Sache darstellerisch fast besser als der Rest der Bande - so wird der sich entspinnende

Krimi um seltsame Ladendiebstähle, der auch Themen wie Toleranz und Akzeptanz von Außenseitern aller Art reflektiert, am Ende spannender als jeder filmische „Drei ???“-Abklatsch.

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