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Wacken 2009: Festival beendet - Schlammrutscher und Schnellsurfer

Wacken - Was haben ein Hase, ein Wikinger und zwei Supermänner gemeinsam? Sie alle schwebten beim sogenannten Crowd-Surfing über die Köpfe der schwarzgekleideten Festivalbesucher. Humor gehört zum Heavy Metal. Und Verkleidung...

unserem Redaktionsmitglied Carsten Vogel

Wacken - Was haben ein Hase, ein Wikinger und zwei Supermänner gemeinsam? Sie alle schwebten beim sogenannten Crowd-Surfing über die Köpfe der schwarzgekleideten Festivalbesucher. Humor gehört zum Heavy Metal. Und Verkleidung. Auch die Schockrocker GWAR präsentierten am Samstagabend ihre blutrünstige Show wie immer in Masken Außerirdischer.

Schwarz ist die Hauptfarbe und bei einigen nach einem Schlammbad auch die Hautfarbe. Band-T-Shirts sind Erkennungsmerkmal und Uniformierung zugleich. Damit geht der Fan in der Masse unter und beweist seine Dazugehörigkeit. So verwundert es nicht, dass das offizielle Wacken-2009-T-Shirt bereits am zweiten Festivaltag ausverkauft ist. Merchandising floriert im Metal-Market, der Verkaufspassage am Rand des Festivalgeländes. Die Veranstalter haben sich einiges einfallen lassen, um den Aufenthalt für die Fans so angenehm wie möglich zu machen. Eine enorme logistische Leistung, die bewältigt wird: vom Parkplatz-Einweisen über die Abwasserentsorgung bis zum reibungslosen Rettungseinsatz. Eine der Neuerungen 2009 ist Europas stärkste UMTS-Antenne. In Wacken lässt sich schneller im Internet surfen als in Paris. Nicht umsonst lautet das Motto des Wacken Open Air übersetzt: „Schneller! Härter! Lauter!“. So auch in der 20. Jubiläumsveranstaltung. Laut war es auf den Campingplätzen und hart beim Tanzen vor der Bühne. Am Freitagabend sorgten Motörhead dabei für die größte Stimmung. Sänger Lemmy Kilmister hatte kaum den Namen seiner Band erwähnt, als Hunderte Fans in den ersten Reihen ausgelassen zu pogen begannen. Und Machine Head forderten am letzten Festivaltag ihre Fans zum größten Circle-Pit auf. Dabei laufen die Pogenden wie wild in einem Kreis herum.

Viele der Festivalbesucher fuhren direkt nach dem letzten Konzert von Subway To Sally nach Hause. Wie schon die Anreise war auch der Abreisetag perfekt organisiert. Die Verantwortlichen rechnen damit, dass die meisten bereits bis zum Mittag das Gelände verlassen. Vielen hat es in diesem Jahr besser gefallen als im letzten, selbst wenn „unter den Bands nicht so die Bringer waren“, wie ein 22-Jähriger Wacken-Fan aus Langen moniert. Wiederkommen wollen sie aber alle.

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