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Wahlrecht in Niedersachsen und Hessen

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Hannover/Wiesbaden – In Niedersachsen und Hessen haben die Bürger wie bei der Bundestagswahl eine Erststimme für einen Direktkandidaten und eine Zweitstimme für eine Parteiliste. Beide Landtage werden für fünf Jahre gewählt.

Die Volksvertretung in Wiesbaden zählt gemäß der Verfassung 110 Sitze. 55 Bewerber werden aus den Wahlkreisen direkt in den Landtag gewählt, weitere 55 Bewerber kommen von den Parteilisten. Überhang- und Ausgleichsmandate sind gesetzlich möglich, sind aber in der Praxis noch nie vorgekommen. 17 Parteien treten diesmal zur Landtagswahl an, es bewirbt sich eine Rekordzahl von 828 Kandidaten.

Ihr Landtag besteht aus mindestens 135 Abgeordneten. Davon werden 87 Abgeordnete in den Wahlkreisen gewählt und 48 nach Landeswahlvorschlägen. Ergibt die Berechnung, dass eine Partei in den Wahlkreisen mehr Direktsitze gewonnen hat als ihr nach dem Zweitstimmenanteil zustehen, bleiben ihr diese als sogenannte Mehrsitze oder Überhangmandate erhalten. Damit die Stärke der Parteien im Landtag dem Verhältnis der gültigen Zweitstimmen entspricht, werden Ausgleichsmandate vergeben. 2003 waren es 28 Überhang- und Ausgleichsmandate.

Die 6,1 Millionen Wahlberechtigten können sich zwischen 14 Parteien entscheiden. Der neu gewählte Landtag muss laut Verfassung spätestens am 26. Februar 2008 zusammentreten.

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