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125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Ahlen

Walter Wolf: „Ahlen hat wirklich Glück gehabt“

Christian Wolff

Ahlen - Unwetterwarnung der Stufe „Rot“ - so hatte es der Wetterdienst am späten Sonntagvormittag prognostiziert. Schwere Sturmböen von 90 bis 100 Stundenkilometern, zwischenzeitlich orkanartig, erreichten am Nachmittag die Wersestadt. Tief „Xyn­thia“ hielt, was es versprach. Und doch: Ahlen kam glimpflich davon. Trotz der zum Teil orkanartigen Winde, die erst gegen 21 Uhr langsam schwächer wurden. Der nur allmählich nachlassende Südwest- Wind kam bisweilen noch auf 80 bis 90 Stundenkilometer.

Für sich genommen, sagt Wachleiter Walter Wolf, waren es durchweg kleinere Einsätze, die der Feuerwehr Arbeit machten. Die Masse machte es eben - und die oft zeitgleich einlaufenden Meldungen, besonders am Sonntag nach 17 Uhr. „Wir waren insgesamt 15-mal sturmbedingt unterwegs“, so Wolf im Gespräch mit der „AZ“. Es habe dabei keine größeren Sach- und Personenschäden gegeben. In den meisten Fällen waren die Kameraden zur Stelle, bevor Schlimmeres passierte. „Wir hatten eigentlich damit gerechnet, dass mit Einsetzen der Helligkeit weitere Schäden zutage treten. Aber bislang ist nichts Nennenswertes bekanntgeworden.“

Im Laufe des Montagvormittags erfährt der Wachleiter von den dramatischen Schäden, die das Tiefdruckgebiet landesweit verursacht hat. Auch für Todesfälle - wie ganz in der Nähe in Ascheberg und Coesfeld - ist „Xynthia“ verantwortlich. „Im Vergleich dazu hat Ahlen wirklich Glück gehabt“, hält Walter Wolf fest.

Die Polizei hatte allerhand damit zu tun, jene kleineren Schadensfälle aufzunehmen. „51 Einsätze hatten wir kreisweit zwischen Sonntag, 13 Uhr, und Montagfrüh, 5 Uhr“, bilanziert Pressesprecher Martin Schnafel auf Anfrage. „Herausragend war darunter zweifellos der Verkehrsunfall in Dolberg.“ Dabei gab es zwei Verletzte. Offenbar die einzigen, die „Xynthia“ in Ahlen gefordert hat.

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