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Was Biber mit der Bever zu tun haben

Julia Gottschick

Ostbevern - Woher stammt er eigentlich, der Begriff Bever? Welche Fauna tummelt sich in dem Gewässer? An welcher Stelle wuschen einst die Frauen ihre Wäsche? Und last but not least: Was würde passieren, könnte die Bever so renaturiert werden, dass sich dort wieder Biber, Otter und Lachse heimisch fühlen?

Antworten auf diese und mehr Fragen gibt´s am Sonntag, 2. Oktober, ab 11 Uhr in Ostbevern: Dann nämlich stür­zen sich Experten verschiedener Fachbereiche im Rahmen der Wissenschaftsreihe „Expedition Münsterland“ auf das Gewässer und teilen unter dem Motto „Multitalent Bever“ ihre Erkenntnissen mit allen, die neugierig drauf sind.

Nach der Eröffnung kann jeder auf der Rundroute wählen, welche Standorte er besuchen möchte“, erläutert Catharina Kähler von der Ar­beitsstelle Forschungstransfer (AFO) der Uni Münster. So gilt es etwa, neun Exponate des Künstlerinnenforums Münsterland zu entdecken: unter andren einen rekonstruierten Bi­berdamm und ei­nen fünf mal zehn Meter großen Kunstdruck, der am Wasserwerk angebracht ist.

Während der Verkehrsverein Ostbevern eine historische Waschstelle präsentiert und Dr. Bernd Tenbergen vom münsterschen LWL-Museum für Naturkunde über eine Rückkehr von Biber und Co. ins Münsterland sinniert, wird Prof. Elisabeth Meyer vom Fachbereich Gewässerkunde mit Kindern einen Blick unter die Wasseroberfläche werfen. „Mit Keschern holen die Kleinstlebewesen hoch, beschreiben deren Ei­genschaften.

Energiegewinnung mit Algen, die Bever aus der Vogelperspektive (mit Flugrobotern überflogen) und Klimawandel und seine Auswirkungen aufs Gewässer: Vielfältig sind die Herangehensweisen an das Multitalent Bever. „Doch immer so präsentiert, dass es Laien Spaß macht“, verspricht die AFO-Mitarbeiterin. Auch liegen ab heute in der Sparkasse, im Rathaus und an den Schulen Ideenschiffchen aus, auf die Bürger Zukunftsvisionen für ih­re Bever notieren können. „Die werden in größeren Segelschiffen gesammelt, die vom münsterischen Aasee stammen“, so Kähler.

Und was die Jungforscher betrifft: Alle Kinder, die den Rundweg machen, sammeln Punkte. „Wenn sie genug zusammenhaben, bekommen sie eine Wissenschaftsschachtel“, so Kähler. „Was drin ist, wird noch nicht verraten.“

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