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Ausdauersport

Wegmann in guter Form

Alexander Heflik

Münster - Die Formkurve von Fabian Wegmann zeigt weiter nach oben. Im bislang schwersten und am besten besetzten Eintagesrennen der noch jungen Radsaison belegte der 30 Jahre alte gebürtige Münsteraner einen guten zehnten Rang. „Das ist schon in Ordnung, aber beim letzten Anstieg in den schmalen Gassen von Siena fehlte mir etwas Kraft“, sagte der Profi von Team Leopard Trek nach der Montepaschi Strade Bianche in der Toskana am Samstag.

Eine bessere Platzierung verpasste Wegmann nur, weil ihm in der letzten Kurve vor dem Ziel die Schaltung streikte. „Dann wäre es Rang acht gewesen, was letztlich auch egal ist. Interessant ist das Podium und der Sieg“, fasste Wegmann das gute Resultat trocken zusammen.

Das Rennen führte nicht nur über 190 km durch die Toskana, sondern beinhaltete auch rund 80 km auf Schotterpisten. „Die Strecke war aber gut zu fahren. An den Tagen zuvor hatte es geregnet, am Renntag war es trocken und somit die Schotterpassagen nicht so staubig“, fügte er an.

Wegmann gehörte am Ende zu einer 20-köpfigen Spitzengruppe, die im Zielort Siena eine letzte Rampe mit bis zu 18 Prozent Steigung und 500 Meter Länge zu bewältigen hatte. Die Teamleistung sei toll gewesen, am Ende aber reichte es für die „Leoparden aus Luxemburg“ nur zu Rang fünf für Fabian Cancellara und Platz zehn für Wegmann - der Belgier Philippe Gilbert gewann.

Wegmann bleibt nun vorerst in Italien. Am Mittwoch startet die einwöchige Rundfahrt Tirreno-Adriatico mit einem Mannschaftszeitfahren in Marina di Carrara über 16,8 km. Erstmals wird Wegmann mit dem aktuell besten Zeitfahrer der Welt in einer Mannschaft unterwegs sein. Der Schweizer Cancellara, mehrfacher Zeitfahr-Weltmeister, will dabei bei der Rundfahrt in Italien das Führungstrikot übernehmen. Am Rosenmontag wird die Leopard-Mannschaft gemeinsam trainieren, dann gibt es den ersten Vorgeschmack auf das Zusammenspiel der Kräfte von Cancellara & Co. für Wegmann. Zudem wird in einem Leistungstest ermittelt, wie gut der 30-Jährige aktuell in Form ist.

Nach der Rundfahrt, die am 15. März mit einem 9,3 km langen Einzelzeitfahren in San Benedetto del Tronto endet, wird Wegmann weiter im Norden von Italien bleiben. Schließlich soll der Münsteraner beim längsten Frühjahrs-Klassiker mit Mailand - San Remo (300 km) starten.

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