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Wegmanns Traum von WM-Edelmetall

Alexander Heflik

Münster - Eigentlich ist die Strecke den beiden Westfalen auf den Leib geschnitten. Sie, die das Radfahren auf dem praktisch platten Land gelernt haben. Aber Linus Gerdemann, der in Topform auf jeden Fall ein Medaillenkandidat gewesen wäre, wird am Sonntag bei der Straßen-Weltmeister der Radprofis nicht starten. Die Bronchitis ist abgeklungen, der Trainingsrückstand aber nicht aufzuholen.

Dafür aber steht mit Fabian Wegmann ein zweiter Münsteraner im deutschen Trikot am Sonntag um 10.30 Uhr in Mendrisio an der Startlinie. Und er macht das nach einem alles andere zufriedenstellendem Radsportsommer nicht, um „nur“ das Ziel zu erreichen. Der Fahrer von Team Milram hat ein ambitioniertes Ziel: „Vor zwei Jahren war ich WM-Neunter, vergangenes Jahr Siebter, nun will ich mich wieder verbessern.“

Zwar ist die Kapitänsrolle bei der Straßen-WM im deutschen Team nicht zweifelsfrei geklärt, der 29 Jahre alte zweifache Deutsche Meister wird dabei aber keine Helferdienste leisten müssen. Der zuletzt bei der Spanien-Rundfahrt als vierfacher Etappensieger in Erscheinung getretene Andre Greipel, im Vorjahr auch Sieger beim Sparkassen Münsterland Giro.2008, meldet ebenfalls Ansprüche an. Doch für den Sprinter sollte das sechs- bis siebenstündige Auf und Ab zu kräftezehrend sein. „Das ist der schwerste WM-Kurs, den ich jemals gefahren bin“, sagte der spanische Geheimtipp Oscar Freire über die Strecke in Mendrisio. Der dreifache Weltmeister kennt die Straßen in- und auswendig, er wohnt während der Saison in der Schweiz, das Tessin ist sein Trainingsrevier. Freire erwartet ein Ausscheidungsfahren.

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