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Weiter Ringen um Freilassung deutscher Seeleute

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Berlin - Zehn Tage nach der Kaperung des deutschen Frachters „Hansa Stavanger“ mit fünf Deutschen an Bord bemüht sich der Krisenstab des Auswärtigen Amtes (AA) weiter um die Freilassung. Einzelheiten wollte eine AA-Sprecherin am Dienstag in Berlin auf Anfrage nicht nennen. Das Containerschiff war am 4. April rund 400 Seemeilen vor der somalischen Küste von Piraten gekapert worden. Neben den Deutschen werden 19 andere Seeleute festgehalten.

Unterdessen haben Seeräuber der Küste Somalias erneut zugeschlagen. Die Piraten überfielen in der Nacht zum Dienstag das Frachtschiff „MV Irene“ im Golf von Aden. Das 35 000-Tonnen-Schiff ist für eine griechische Reederei unterwegs und fährt unter der Flagge des karibischen Inselstaats St. Vincent, wie das Internationale Maritime Büro in London am Dienstag mitteilte. Die 22 Mann starke Besatzung ist nach Informationen der EU-Operation für Maritime Sicherheit in Northwood unverletzt.

Erst am Sonntag hatten US-Elitesoldaten den amerikanischen Schiffskapitän Richard Phillips aus der Hand von Piraten befreit und dabei drei der vier Seeräuber getötet. Am Karfreitag waren zwei Piraten und der französische Bootseigner bei der Befreiung einer Jacht ums Leben gekommen. Derzeit halten somalische Piraten mehr als ein Dutzend Schiffe in ihrer Gewalt, darunter auch die „Hansa Stavanger“ mit fünf Deutschen an Bord.

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