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Apportieren und „Verbellen“

Weltmeisterschaften für Hund und Herrchen in Rheine

Matthias Schrief

Rheine - Die Crème de la Crème des internationalen Hundesports gibt sich in dieser Woche in Rheine ein Stelldichein. In der Stadt an der Ems werden die Weltmeisterschaften im Gebrauchshundesport ausgetragen. Wo sonst der Fußball rollt, hechten jetzt Hunde über eine einen Meter hohe Hürde, übersteigen eine Kletterwand, apportieren oder „verbellen“ den Schutzdiensthelfer in seinem „Versteck“: Rund 140 Teams aus 37 Nationen haben im Rheiner Jahn-Stadion Quartier bezogen.

Das deutsche Team schickt - einschließlich Ersatzkandidat - sechs Hundeführer ins Rennen, darunter auch das Ehepaar Petra und Theo Sporrer. Wie der Kern des deutschen Teams kommt das Paar aus Bayern, wo der Gebrauchshundesport offensichtlich in einer anderen Liga spielt: In den vergangenen drei Jahren haben die Bayern bei Weltmeisterschaften den Titel geholt.

„Uns macht es einfach Spaß, sich mit der Psyche des Hundes zu beschäftigen“, sagt der 62-jährige Theo Sporrer auf die Frage nach dem bajuwarischen Erfolgsgeheimnis. Zusammen mit seiner Frau Petra habe er „Spaß daran, in den Hund hineinzusehen“. Regelmäßig arbeiten er und seine Frau mit ihren Hunden.

Erfolgreich: Die nationale und internationale Titelsammlung des Paares kann sich sehen lassen. Dabei gebe es nicht die eine „Erfolgsmethode“ beim Training mit den Hunden: „Wir machen uns sehr viele Gedanken über den einzelnen Hund. Wir beobachten ihn als Welpen und versuchen dann, das Training auf den betreffenden Hund abzustimmen“, sagt Sporrer. „Uns freut es, wenn man in den Hund hineinsehen und Probleme beseitigen konnte. Und zwar so, dass der Hund die Übungen freudig durchführt.“

Das klingt ganz nach „Hundeflüsterer“. „Na ja“, sagt Sporrer und hebt abwehrend die Hände. Wenn in Rheine jetzt bis Sonntag die Weltelite antritt - zu den Favoriten werden neben den Deutschen die Belgier, die Finnen und eine Teilnehmerin aus Israel gezählt - erwartet Sporrer mit seiner Malinois-Hündin „Dunja vom Hornbachtal“ vorsichtig eine „Platzierung im vorderen Bereich“. Man brauche aber auch immer das „Quäntchen Glück“ zum Erfolg.

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