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Weniger Geld für die Regionalliga?

Von Uwe Peppenhorst

Münster. Die Vereine der Fußball-Regionalliga sollen ab der Saison 2009/10 weniger Geld aus dem „Fernseh-Topf“ bekommen. Das berichtet die in Potsdam erscheinende „Märkische Allgemeine“ in ihrer gestrigen Ausgabe und beruft sich dabei auf ein Sitzungsprotokoll des DFB-Spielausschusses vom 13. November. Umgekehrt dürfen dafür die in der 3. Liga spielenden Clubs in Zukunft mit deutlich mehr Geld rechnen. Begründet wird die Umverteilung mit der ungleich höheren TV-Akzeptanz der 3. Liga.

Insgesamt werden vom Deutschen Fußball-Bund derzeit für die 3. und 4. Liga 15,372 Millionen Euro an Fernsehgeldern ausgeschüttet. Davon entfallen zehn Millionen auf die 20 Vereine der 3. Liga (pro Club 500 000) und 5,372 Millionen auf die 54 Viertliga-Vertretungen (99 481). Weil die Zweitvertretungen der DFL-Clubs (in der 3. Liga sind das drei, in der Regionalliga 21) aber auf ihren Anteil verzichten, erhöht sich der tatsächlich ausgeschüttete Betrag in der 3. Liga in dieser Saison auf 588 235 und in der Regionalliga auf 162 788 Euro.

Stimmen die von der Märkischen Allgemeinen veröffentlichten Zahlen, dann werden den Drittligisten in der neuen Spielzeit 800 000 Euro überwiesen. Die in der Regionalliga spielenden Vereine müssten sich dagegen mit 88 000 Euro begnügen. Im Klartext würde das auf den SC Preußen bezogen folgendes bedeuten: Spielen die Münsteraner auch in der neuen Saison in der Regionalliga, bekommen sie aus dem Topf „Fernsehgelder“ rund 74 000 Euro weniger, steigen sie dagegen auf, würden sie Mehreinnahmen in Höhe von 638 000 Euro verbuchen.

Preußen-Präsident Dr. Marco de Angelis sagte dazu gestern auf Anfrage: „Mir ist von diesen Plänen bisher nichts bekannt.“ Sollten sie sich bewahrheiten, würde ihn das freilich nicht wundern: „Die Regionalliga wird vom DFB absolut stiefmütterlich behandelt. Da passen solche Gedankenspiele irgendwie ins Bild.“ Noch mehr freilich ärgert den SCP-„Präses“, dass die 3. Liga quasi ein „Closedshop" ist, dass am Saisonende von insgesamt 54 Regionalligisten nur drei (die Meister der drei Staffeln) aufsteigen werden. „Das hätte man auch anders regeln können“, so de Angelis und hätte sich zumindest pro Staffel zwei Aufsteiger gewünscht.

Thomas Bäumer, Vorsitzender des SCP-Aufsichtsrates und mit seiner Firma Tuja gleichzeitig Hauptsponsor des Vereins, sieht die DFB-Überlegungen weniger dramatisch: „Sollte es tatsächlich so kommen, wird uns das an keiner Stelle wehtun." Er nämlich geht davon aus, dass der SCP in der kommenden Saison in der 3. Liga spielt.

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