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Wenn der Berg Feuer spuckt . . .

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Mit einem Grollen geht's los. Dann wird es lauter. Es zischt. eine glutrote Fontäne spritzt in die Luft. Gesteinsbrocken fliegen umher, klackern auf den Boden. Eine Dampfwolke steigt hoch. Die Besucher sind beeindruckt. Sie haben einen Vulkanausbruch gesehen.

Auf der Insel Stromboli im Mittelmeer geht das. Sie besteht zum großen Teil aus einem Vulkan. Der spuckt mehrmals in der Stunde Feuer. Es sind meist nur kleine Ausbrüche. Deswegen können die Menschen am Fuß des Berges ganz normal leben. Und Touristen wandern mit Bergführern zum Krater, um sich das Naturschauspiel anzusehen. Dabei erfahren sie auch viel über Vulkane. Früher wussten die Menschen nicht, wieso bestimmte Berge Feuer speien können. Sie glaubten, dass Drachen in den Bergen wohnen oder dass zornige Götter mit Feuer und Steinen um sich schmeißen. Heute wissen Forscher, was Vulkane wirklich sind.

Um das zu verstehen, muss man wissen, dass unsere Erde kein gleichmäßiger Ball ist. Sie besteht aus Schichten. „Je weiter man ins Innere der Erde gelangt, desto heißer wird es“, erklärt Ralf Büttner. Er ist Vulkanforscher an der Universität Würzburg.

Ganz innen liegt der Erdkern. Um ihn herum ist der Erdmantel. Er ist etwa 1500 Grad Celsius warm. Das ist so heiß, dass Teile des Gesteins schmelzen und dickflüssig werden. Darin schwimmen feste Brocken. Das Ganze nennt man Magma. Tief unter unseren Füßen blubbert es in riesigen Blasen Richtung Erdoberfläche.

Unter der Erde können Kammern entstehen, in denen sich das zähflüssige Gestein sammelt. Darin kann der Druck groß werden – wie in einem prall aufgepumpten Ball. Manchmal kommt es vor, dass die äußere Erdschicht reißt. Dann kann das Magma nach außen entweichen – der Vulkan bricht aus.

Die Öffnung, durch die das Magma herauskommt, heißt Vulkankrater. Sobald das Magma aus der Erde heraus ist, wird es Lava genannt. Die Lava fließt an den Seiten des Berges hinunter und kühlt ab. Die Brocken haben oft scharfe Kanten. Deswegen müssen die Besucher am Stromboli aufpassen, wohin sie sich setzen. Sonst stört das Pieksen am Po beim Vulkan-Gucken.(dpa)

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