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USC Münster

Wenn die Zeit drängt

Münster - In zwölf Tagen bestreiten die Volleyballerinnen des USC Münster ihr erstes Pflichtspiel in der Bundesliga-Saison 2009/2010. Gegner am Berg Fidel sind die Roten Raben Vilsbiburg. „Ich habe ja keinen Einfluss auf den Spielplan...

Wilfried Sprenger

Münster - In zwölf Tagen bestreiten die Volleyballerinnen des USC Münster ihr erstes Pflichtspiel in der Bundesliga-Saison 2009/2010. Gegner am Berg Fidel sind die Roten Raben Vilsbiburg. „Ich habe ja keinen Einfluss auf den Spielplan. Aber dass es gleich gegen den deutschen Vizemeister geht, ist gewiss keine schlechte Sache. Wir haben die große Chance, viele Leute neugierig auf die Spielzeit zu machen“, sagt Trainer Axel Büring.

Bis zum ersten Anpfiff bleibt für den 42-Jährigen noch einiges zu tun. Dabei sieht er den Schwerpunkt seiner Arbeit außerhalb des Spielfeldes. Von Freitag bis Sonntag beziehen die Unabhängigen am Sorpesee Quartier. 48 Stunden Zeit, um als Mannschaft zueinander zu finden. „Wir müssen jetzt sehr schnell zusammenwachsen“, weiß Büring.

Der Coach spricht aus Erfahrung. Immer wieder in den vergangenen Jahren musste er Spielerinnen in der letzten Phase der Saisonvorbereitung integrieren. Diesmal ist die Zeit besonders knapp. Erst am kommenden Samstag absolviert das Team die erste gemeinsame Trainingseinheit. Zwei Zugänge geben dabei ihren Einstand: Maren Brinker und die Tschechin Michaela Jelinkova. Beide waren in der vergangenen Woche mit ihren Nationalteams bei der Europameisterschaft in Polen am Ball. Dort mischte auch Münsters belgische Mittelblockerin Gwendoline Horemans mit.

Während die Konkurrenz in den vergangenen Wochen auf Turnieren Wettkampfpraxis sammelte, blieb der USC unter sich. „Was sollten wir machen?“, fragt Büring, „wir hatten ja keine Mannschaft, waren immer nur zu sechst oder zu siebt.“ Gern hätte Münster für das nächste Wochenende einen Test verabredet. „Wir haben aber keinen Gegner gefunden. Dieser Termin passte offenbar niemandem in den Kram“, so Büring.

So bleibt es bei den Vergleichen mit drei norwegischen Teams, die Münster während eines Aufenthalts in Stavanger bestritt. Da taugten die Kontrahenten aber nicht als Maßstab, eine erste wirkliche Standortbestimmung wird der deutsche Rekordmeister erst gegen Vilsbiburg erfahren.

Noch gibt es viele Fragen, die sich um die sportliche Zukunft des USC ranken. Zum Beispiel diese: Haben Katharina Holzgreve und Stefanie Golla tatsächlich die Qualität, um dauerhaft in der Ersten Liga zu bestehen? Nutzt Claudia Bimberg ihre zweite Chance? Halten Brinker und Jelinkova das, was sie versprechen? Und: Was wird aus der schon seit über einem Jahr verletzten Spielführerin Andrea Berg? Antworten später. Zunächst geht es zum Sorpesee. Dort wird die neue Spielführerin gewählt. Oder vom Trainer benannt.

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