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Wenn sich schon alle kennen

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Super, mittel oder miserabel - wie es an einer neuen Schule wird, weiß vorher keiner. „Ich war vorher schon etwas in Sorge, ob die anderen Schüler und die Lehrer nett sind“, sagt Lukas. Er ist zwölf Jahre alt und hat schon zweimal die Schule gewechselt, das erste Mal in der dritten Klasse beim Umzug von Berlin nach Hamburg. „Am ersten Tag haben mich alle gefragt: ,Bist du der Neue? Und sie wollten alles von mir wissen. Die anderen kannten sich alle und hatten schon ihre Freunde, nur ich noch nicht. Das war zuerst etwas blöd“, sagt Lukas.

Nach der 4. Klasse musste er wieder neu anfangen, diesmal am Gymnasium. „Das war einfacher. Da kannte ich schon vier Kinder. Und da waren ja alle neu und wollten Freunde finden“, erzählt Lukas. Allerdings hatte er dort mehr Hausaufgaben auf. Es war auch nicht so leicht, die neuen Lehrer einzuschätzen. „Am Anfang tun die Lehrer super nett. Aber nach ein paar Wochen merkt man, dass manche doch anders sind“, sagt er.

Mit den Lehrern hatte es die neunjährige Giulia leichter. Sie kam nach einem Umzug neu in die dritte Klasse und bekam Tipps von den anderen Schülern. „Sie haben mir gesagt, wo unsere Lehrerin zimperlich ist“, erzählt Giulia. Sie fand es aber schwierig, sich an das neue Lerntempo zu gewöhnen. „In Deutsch und Mathe ging alles viel schneller als an meiner alten Schule. Das war anfangs schon hart“, sagt sie. Trotzdem sind sie und andere Neue froh über den Schulwechsel.

Leonie ist von Süddeutschland nach Hamburg gezogen und sie findet: „Meine neuen Lehrer sind viel netter. Es gibt hier auch keine Strafarbeiten.“ Emilian hat nach der 4. Klasse auf eine Ganztagsschule gewechselt. „Ich muss jetzt zwar länger bleiben, aber dafür habe ich fast nie mehr Hausaufgaben auf“, sagt der Elfjährige und fügt noch hinzu: „Wir haben jetzt einen echten Kunstlehrer, der richtig gute Sachen mit uns macht.“ Und Giulia findet: „Ich habe mich gewundert, dass alles so schnell ging. Ich hatte ganz schnell ganz viele neue Freunde. Das ging fast automatisch.“

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