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Wer findet die kleinen Hasenpfoten?

wn

Viele Pflanzen entzücken uns mit ihren bunten Blüten, sind schnell zu entdecken und einfach schön anzusehen. Doch was ist mit den eher unscheinbaren Pflanzenwesen? Es lohnt sich, auch diese Pflanzen näher zu betrachten.

So zum Beispiel die kleine Hasenpfoten-Segge. Sie hat an ihren Ähren niedliche graubräunliche Blüten, die tatsächlich an Hasenpfötchen erinnern. Die oberen Blüten sind stets weiblich, die unteren männlich. Sie werden durch den Wind bestäubt. Biologen vermuten, dass sich hierbei auch Insekten beteiligen. Die Segge vermehrt sich auch durch Wurzelableger. Die Pflanze ist immergrün und kann mehrere Jahre alt werden.

Seggen sind ganz besondere Gräser, sie unterscheiden sich meist von jenen Gräsern, die man aus dem Park oder Garten kennt. Wer barfuß auf ihnen läuft, der merkt, dass Seggen nicht weich, sondern eher struppig und rau sind. Durch diese Eigenschaft „wehren“ sich die Seggen gegen Pflanzenfresser und sind weniger trittempfindlich. Insbesondere auf den steilen Bergwiesen können sie so den Boden vor dem Wegschwemmen besser schützen. Der Stängel der Seggen ist nicht rund, sondern typisch dreikantig. Das fühlt man, wenn man ihn zwischen den Fingern rollt.

Die Hasenpfoten-Segge kann man im Tiefland auch an Gräben, Wäldern und an deren Rändern finden. Aber nur dort, wo der Boden recht sauer und meist feucht ist. Mit einer Größe von zehn bis sechzig Zentimetern ist die Hasenpfoten-Segge tatsächlich ein eher unscheinbares Pflänzchen, das es aber durchaus in sich hat.

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