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Rot Weiss Ahlen

Wer nimmt Gibsons Platz ein?

Franz Prinz

Ahlen. Die Ausgangsvoraussetzungen vor dem Gastspiel Samstag von Rot-Weiß Ahlen bei Union Berlin (13.30 Uhr, live bei rbb zu sehen) sind nicht besonders gut, fehlen doch mit Grover Gibson (Mittelfeld offensiv) und Daniel Thioune (Mittelfeld defensiv) gleich zwei Spieler auf den zentralen Positionen. Während Thioune wegen seines Beinbruchs schon gegen Erfurt nicht dabei war und hier von Michael Wiemann vertreten wurde, zog sich Grover Gibson eine Trainingsverletzung zu und kann definitiv ebenfalls nicht an der „Alten Försterei“ in Köpenick auflaufen. „Das trifft uns schwer, denn beide gehörten bei unserem Auswärtssieg in Braunschweig zu den besten Spielern.“ Ahlens Trainer bläst aber nicht weiter Trübsal: „Wir müssen aus dieser Situation jetzt das Beste machen.“

Zwei Alternativen bieten sich hierbei an. „Ich könnte Marcel Busch ins Mittelfeld ziehen.“ In diesem Fall würde wohl Sascha Brinker auf seiner Lieblingsposition rechts in der Viererkette zum Einsatz kommen. „Es ist aber auch möglich, dass ich Oliver Glöden eine Chance gebe, sich noch einmal zu präsentieren.“ Der Zweimetermann würde in diesem Fall Gibsons Position einnehmen und damit dort spielen, wo er zuletzt unter Heiko Bonan in der vergangenen Saison seine besten Leistungen gezeigt hatte. Christian Wück hat sogar noch eine dritte Möglichkeit im Kopf, will hierüber im Augenblick jedoch noch nicht spekulieren. Auf der langen Busfahrt in die deutsche Hauptstadt hatte er Freitag Zeit genug, Vor- und Nachteile seiner Optionen abzuwägen. Sein endgültige Entscheidung sollten die Spieler noch am Abend im Hotel erfahren. Ob diese dritte Alternative der Einsatz von Marco Reus (darf nach seiner zweiwöchigen Sperre wieder spielen) ist, wollte Ahlens Trainer nicht beantworten.

Etwas verärgert war Wück über die schlechte Stimmung in der abgelaufenen Woche. „Die Spieler haben mir viel zu lange noch über die Niederlage gegen Erfurt gesprochen.“ Dabei sei alles noch im grünen Bereich: „Unsere Punktzahl nach der Hinserie war mit 27 Zählern in Ordnung, und in der Rückserie steht jetzt erst der zweite Spieltag an, so dass wir die drei Punkte, die wir nach zwei Begegnungen in der Hinrunde hatten, immer noch holen können.“

Mit Berlin treffe man auf ein Team, „das auf Augenhöhe mit uns spielt, und da wird wie so oft die Tagesform entscheidend sein“. In Braunschweig vor drei Wochen lief bei den Rot-Weißen alles optimal, rief jeder Spieler sein volles Leistungsvermögen ab. „Tun sie dies auch in Berlin, können wir uns dort die gegen Erfurt verlorenen Punkte wiederholen.“ Vor einem Jahr trumpften die Ahlener an der Alten Försterei großartig auf, ließen sich von der Atmosphäre der rund 10 000 Union-Fans überhaupt nicht beeinflussen. Lediglich ein Fehler des damaligen Keepers Sebastian Völzow brachte die Rot-Weißen um den möglichen Sieg. Dessen Patzer führt zum 1:1-Ausgleich durch Teixera in der Schlussminute und kostete dem jetzt beim Bonner SC spielenden Torhüter den Job in Ahlen, denn der damalige Chefcoach Heiko Bonan entschied sich anschließend gegen einen Verbleib von Völzow bei RW. Jetzt steht mit Manuel Lenz ein junger Nachwuchskeeper zwischen den Pfosten, der besonders gefordert sein wird, denn die Berliner werden Vollgas geben.

Die voraussichtliche Aufstellung: Lenz – Busch, di Gregorio, Kittner, Schaffrath – Wiemann, Glöden, Bäumer – Großkreutz, Toborg, Stahlberg

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