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Das Team

Wer wir sind, diese neun Männer?

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Da ist als erster Karl Runde (59 Jahre), er ist unser Chef,alle hören auf sein Kommando (er sieht das allerdings nicht so). Er hatte die Idee, mit dem Rad nach Moskau zu fahren. Karl ist Motor, Initiator, Organisator und Streckenplaner in einem. Dann ist da Robert Runde ( 70 Jahre), der älteste vom Rundeclan. Morgens achtet er darauf, dass die obligatorische Pause nach jeweils 20 gefahrenen Kilometern eingehalten wird. Nachmittags läuft er zur Hochform auf und gibt das hohe Tempo an. Der zweitälteste der drei Brüder ist Alfons Runde (69 Jahre). Er sorgt für das leibliche Wohl der Gruppe und organisiert die internationalen Spezialitäten in flüssiger und fester Form. Er ist der Sprachbegabte und hat extra etwas Russisch für die Reise gelernt. Dann die Brüder Karl und Eugen Krause: Karl, jeder nennt ihn Stöppel (64 Jahre), ist der Fahnenträger. An seinem Gepäckträger wehen eine Mettinger - und eine Deutschlandfahne. Und im Gepäck hat er neben seinem medizinischen Know-how, den Erste-Hilfe-Kasten - leider ohne Pflaster, wie sich beim ersten Sturz herausstellte. Eugen, kurz Eule genannt (59 Jahre), ist ein passionierter Radler. Er kennt sich gut mit der speziellen Ernährung für Radler aus und noch wichtiger mit den Speichen. Eule ist der Speichendoktor, wie er im Buche steht, und bei jedem Speichenriss die gefragte Kapazität, da nur er die Räder wieder mit Spezialwerkzeug zentrieren kann. Werner Litzen, 58 Jahre, ist unser Schriftführer. Werner dokumentiert die gesamte Reise und hat damit jeden Abend einen verantwortungsvollen Job. Alles wird schließlich festgehalten für die Ewigkeit. Diese benannten bilden das Sechserteam, das die gesamte Strecke von Mettingen bis Moskau radelt. Drei Streckenbegleiter bis Danzig Mit dabei als Streckenbegleiter bis Danzig sind Philipp Runde (27 Jahre) und Achim Runde (44 Jahre), die Söhne von Robert und Karl Runde. Sie werden aufgrund ihrer Jugend und in ihrer Rolle als Söhne als Windschattengeber bis Danzig „verheizt“. So können die Alten ihre Kräfte bis zum Ziel besser einteilen. Auch bis Danzig ist im Neunerteam Christian Donnermeyer (42 Jahre). Er ist der Pfadfinder und Navigator. Gemeinsam mit Karl plant er die Wald- und Feldstrecken mit seinem Spezialnavigationsgerät . Aber besonders wichtig für einen Streckenfinder ist neben dem guten Navi ein dickes Fell, denn die bissigen Kommentare der Gruppe nach einer ätzenden 10 Kilometer Sandstrecke bleiben garantiert nicht aus. Im Schnitt werden 120 Kilometer pro Tag geradelt bei Geschwindigkeiten zwischen 20 und 35 Stundenkilometern. Im Gepäck hat jeder Radler sein Geheimrezept zur Verhinderung von Blasenbildung oder Wundsein – was das Ende der Radtour für den Einzelnen bedeuten würde: Melkfett, Weleda Babyöl oder Babycreme, alles was gut fettet und schmiert wird eingesetzt. Bepanthen, Penatencreme und Pferdesalbe fehlen natürlich auch nicht. Dreimal täglich eincremen ist Pflicht. Zur Prophylaxe gehören natürlich auch die gepolsterten Radlerhosen, Helm sowie Handschuhe – der Rest liegt in Gottes Hand. Bislang war er sehr gnädig zu uns: Schönes Wetter, kein Regen, viel Rückenwind, besser geht’s nicht.

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