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Rot Weiss Ahlen

„Werden weiter unseren Weg gehen“

Franz Prinz

Ahlen. Für viele Ahlener ist das Auswärtsspiel am Betzenberg in Kaiserslautern um 18 Uhr eine ganz besondere Angelegenheit. „Einmal am Betzenberg in Kaiserslautern diese tolle Atmosphäre schnuppern und dann dort auch noch spielen, ist einfach grandios“, ist Marcel Busch, RW Ahlens Rechtsverteidiger, sehr gespant „auf das, was uns gegen diesen großen deutschen Traditionsverein erwartet.“

Insgesamt freuen sie sich allesamt auf dieses Spiel am Betzenberg, wo abgesehen von ihrem Trainer noch keiner der Ahlener Akteure bislang auflaufen durfte. „Ein Highlight“, schwärmte Torjäger Lars Toborg vom Aufeinandertreffen mit den „Roten Teufeln“. „Dort wird der 1. FC Kaiserslautern viel Druck machen, so dass wir vielleicht die eine oder andere Chance haben werden“, setzt der Top-Torschütze der Ahlener insbesondere auf die schnellen Konter seiner Mannschaft. Christian Wück hingegen verlangt mehr. „Wir haben unser System, wir haben unsere Strategie, da weiß jeder, was er zu tun hat und wenn die Spieler diese Aufgabe zu 100 Prozent erledigen, dann sind wir auch in Kaiserslautern nicht ohne Chancen“, glaubt der Trainer.

Er selbst zeigt sich überrascht davon, „wie oft man uns in Verbindung mit dem Abstiegskampf bringt“. Er selbst habe in keiner Phase davon gesprochen. „Weil ich überzeugt bin, dass dies nicht der Fall sein wird, denn ich glaube an unser System und ich glaube an meine Mannschaft, von der ich weiß, dass sie längst noch nicht alles aus sich heraus geholt hat.“ Deshalb rechne er auch nicht mit größeren Rückschlägen. „Ist doch klar, dass wir mal das eine oder andere Spiel verlieren werden, aber zurückwerfen wird uns dies nicht, weil wir wissen, was wir leisten können.“ Daher sehe er auch den jetzt folgenden schweren Spielen gegen Kaiserslautern, Freiburg, Aachen, Mainz und Duisburg gelassen entgegen. „Wir werden weiter unseren Weg gehen“, unterstreicht Wück. Nun führt dieser jedoch erst einmal zum Betzenberg, wo übrigens Mitaufsteiger FSV Frankfurt vor zwei Wochen bewiesen hat, dass einiges möglich ist. Ziemlich unglücklich verloren die Hessen, vergaben hierbei viele gute Möglichkeiten.

Und auf genau diese hofft auch Christian Wück. „Wir hatten bislang in allen Spielen unsere Chancen und werden sie auch in Lautern bekommen.“ Nur die Quote müsse endlich besser werden. „Wir machen einfach noch zu wenig aus diesen vielen guten Möglichkeiten.“ Sobald sich dies ändere, seien auch Siege oder zumindest Punktgewinne gegen die vermeintlich ganz großen Teams möglich.

Grover Gibson ist nach wie vor nicht fit und muss noch mindestens zwei Wochen pausieren. „Ich hoffe, dass seine Verletzung nicht chronisch wird“, weiß Manager Stefan Grädler „noch nicht, ob es in zwei Wochen dann wirklich mit ihm klappt“. Da auch Nils-Ole Book (Rücken) leicht angeschlagen ist und Daniel Thioune zuletzt ebenfalls nicht hundertprozentig fit war, scheint nicht unwahrscheinlich, dass eine dezimierte Ahlener Mannschaft Freitagabend auflaufen wird, zumal auch Manuel Bölstler nach seiner Mittelfußverletzung nicht spielen kann.

Die voraussichtlich Aufstellung: Lenz – Busch, di Gregorio, Miletic, Maul – Thioune (Döring), Heithölter – Bäumer – Großkreutz, Reus – Toborg.

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