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Rot Weiss Ahlen

Werder-Reserve im Dauerstress

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Ahlen. Zwei Siege gelangen RW Ahlens Regionalliga-Fußballern in der vergangenen Saison über die zweite Mannschaft des SV Werder Bremen. Dies auch in der aktuellen Saison zu schaffen, ist erklärtes Ziel von Cheftrainer Christian Wück. Den Anfang können er und seine Spieler morgen Nachmittag auf dem schönen Nebenplatz des Bremer Weserstadions machen. Dort werden die Ahlener auf eine Bremer Mannschaft treffen, die harte Tage hinter sich hat. Erst (Samstag) das Meisterschaftsspiel bei Fortuna Düsseldorf, dann (Mittwoch) die Nachholpartie auf der heimischen Anlage gegen den FC Magdeburg (3:0). Da bleibt abzuwarten, ob die Kräfte für diese dritte Partie innerhalb von nur sieben Tagen reichen.

„Wir haben junge Spieler, die können mit solchen Belastungen umgehen“, lässt Ex-Profi Thomas Wolter überhaupt keine Zweifel an der konditionellen Verfassung seiner Mannschaft aufkommen. Wie immer hat sich der Trainer der Werder-Reserve akribisch auf diese Partie vorbereitet. Gleich zweimal ließ er die Ahlener unter die Lupe nehmen. Beim Heimsieg von Rot-Weiß über Union Berlin weilte er selbst im Ahlener Wersestadion, den Auftritt der Ahlener in Essen ließ er von einem Scout unter die Lupe nehmen. „Ahlen ist offensiv gut besetzt, da müssen wir aufpassen“, war ihm zu entlocken. Nicht jedoch, wie er die Defensive der Rot-Weißen einschätzt. Dennoch ist mit einem großen Offensivdrang seiner jungen Elf zu rechnen. Rot-Weiß unter Druck setzen und auf Patzer in deren Abwehr hoffen, dürfte deshalb die Devise des Bremer Trainers lauten. Wohl wissend, dass seine eigene Abwehr in dieser Spielzeit noch nicht den besten Eindruck hinterlassen hat, auch wenn man bei Verpflichtungen das Hauptaugenmerk auf Verstärkungen in diesem Bereich gerichtet hatte. War allerdings auch bitter nötig, denn mit Polenz (Alemannia Aachen), Torhüter Jensen (Jena) und Schachten (Borussia Mönchengladbach) haben wichtige Spieler des Defensiv-Verbundes den Verein verlassen. Für das Tor wurde Pellatz geholt, Gänge, Mandic und Holsing ergänzten die externen Neuverpflichtungen. Zudem kehrte der nach Braunschweig ausgeliehene Defensivallrounder Banecki zurück und aus der U19 gehören seit Saisonbeginn die talentierten Kruse und Hessel dem Kader der Grün-Weißen an.

Thomas Wolter, der die Viererkette favorisiert und im Mittelfeld gerne mit Raute spielen lässt, hat sich zum Ziel gesetzt, „mindestens auf dem zehnten Platz zu landen, denn wir wollen unbedingt in der dritten Liga spielen“.

Hierbei verlässt er sich auf Spielwitz, Technik und den jugendlichen Elan seiner Schützlinge, wogegen die Unerfahrenheit eines Großteils seiner Spieler sicherlich ein Nachteil ist. Unerfahren sind die meisten Ahlener Akteure indes ebenfalls, deshalb dürfte die morgige Partie sicherlich auch Aufschluss über den aktuellen Leistungsstand geben.

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