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Ausdauersport

Westmattelmann nach China

Alexander Heflik

Münster - Er vertritt die rund 50 000 Studenten in Münster. Einer für alle. Daniel Westmattelmann hat es geschafft, er wurde für die Universiade vom 12. bis 23. August im chinesischen Shenzhen nominiert. BWL-Student in Münster, Elitefahrer beim Rad-Team Eddy Merckx-Indeland, nun vertritt er mit vier weiteren Fahrern die Delegation des Allgemeinen Deutschen Hochschulverbandes im Straßenrennen über 160 km sowie im Mannschafts-Zeitfahren über 50 km.

„Das ist mal etwas ganz anderes für mich. Sonst fahrer ich mit unserem Continental-Team immer gegen Profis“, sagt Westmattelmann. Geboren in Ahlen, hat es den 23-Jährigen nach Münster verschlagen. Am Donnerstag schrieb er die „allerletzte“ Klausur, Bilanzen und Steuer hieß das Thema. Der Bachelor-Studiengang ist beendet, der Platz für den Masters-Studiengang ist sicher. Da kann Westmattelmann beruhigt am Montag nach China fliegen.

120 Aktive in 18 Sportarten gehören dem Athleten-Tross 2011 an. Zwei Wettbewerbe stehen letztlich für den Radfahrer Westmattelmann auf dem Programm. Am 13. August (Samstag) wird das Straßenrennen gefahren. „Die europäischen Fahrer haben da gute Chancen, sich vorne zu platzieren“, glaubt Westmattelmann. Eine Woche später, am 20. August, folgt das Mannschaftszeitfahren über 50 km. Und der „Kampf gegen die Uhr“ gehört zu Westmattelmanns Spezialitäten. „Ich bin nicht schlecht am Berg und bin auch ein guter Zeitfahrer.“

Das bewies er 2008 im Rahmen des Sparkassen Münsterland Giro, als er bei den in diesem Rahmen ausgetragenen Internationalen Hochschulmeisterschaften Zweiter wurde - und als bester Deutscher auch den nationalen Hochschultitel sicherte. Schneller war nur der Niederländer Emmanuel van Ruitenbeek, heute Teamkollege von Westmattelmann.

Beim Profirennen in Münster war der 23-Jährige in den vergangenen vier Jahren am 3. Oktober stets mit von der Partie. Für eine Spitzenplatzierung reichte es nicht, aber stets erreichte er im Mittelfeld des Pelotons das Ziel vor dem Schloss.

Rennen in Asien sind für Daniel Westmattelmann im Übrigen nichts Neues. Im vergangenen Jahr bestritt er die China-Rundfahrt, in diesem Jahr war er für einige Tage Träger des Bergtrikots bei der Malaysia-Rundfahrt. Bei der Universiade kann er als Profi durchaus glänzen. Westmattelmann: „Die Universiade hat ein anderes Flair, das wird bestimmt sehr interessant.“

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