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Wettfahrt im Watt

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Schlurp, platsch, schmatz: Eigentlich ist das Watt kein besonders guter Ort für ein Wettrennen. Denn im Schlick kommt man kaum vorwärts!

Aber dafür macht es umso mehr Spaß, sich von oben bis unten einzusauen. Das sah man auch den Leuten an, die am Wochenende bei den Schlickschlittenmeisterschaften bei Krummhörn mitgemacht haben. Krumhörn list eine Gemeinde und ein Landstrich in Ostfriesland. Und zwar in der Nähe von Greetsiel an der Nordsee.

Die Teilnehmer der Schlickschlittenmeisterschaften mussten nicht ohne Hilfe durchs Watt hechten. Sie konnten sich an einem sogenannten Schlickschlitten festhalten. Das ist eine Art Karren aus Holz, mit dem man übers Watt gleiten kann. Man kniet sich mit einem Bein auf das Gefährt, mit dem anderen stößt man sich ab.

Bevor die Erwachsenen starteten, gab es ein extra Rennen für Kinder. Bei der Sache ging es aber nicht nur um Geschwindigkeit, sondern vor allem um Spaß. Deshalb gab es auch einen Sonderpreis für die pfiffigsten Kostüme. Und es wurde Fußball gespielt im Watt. Die Farbe der Trikots war schon nach ein paar Minuten - genau: braun!

Die Schlickschlitten aus Holz benutzten früher Fischer im Norden. Sie glitten damit zu ihren Reusen im Watt, um ihren frisch gefangenen Fisch zu holen. Reusen sind Fallen, in die Fische hineinschwimmen können, aber kaum wieder hinausfinden. Sie sehen oft aus wie runde oder eckige Körbe.

Die Fischer konnten ihren Fang vorne auf ihren Schlickschlitten legen und ihn bequem nach Hause schieben. Die Schlickschlittenmeisterschaften sollen an diese Tradition erinnern.

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