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Wieder Welle der Kämpfe

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Es wird geschossen und gekämpft. Das erleben viele Männer, Frauen und Kinder in Afghanistan seit Langem. Denn seit mehr als acht Jahren kämpfen in dem Land in Asien ausländische Soldaten gegen die sogenannten Taliban.

Diese Männer waren dort mal an der Macht und wollen diese Gewalt auch wieder erobern. Die fremden Truppen dagegen sollen für Ruhe sorgen - und die Taliban vertreiben oder ausschalten. Die Ziele wurden bisher verfehlt. Nun haben die Truppen - etwa aus den USA, Großbritannien und von der Regierung des Landes - am Samstag eine Welle von Kämpfen gestartet.

Rund 15 000 Soldaten schickten die Militärchefs im Süden des armen Staates los. So viele Leute leben bei uns in einer Kleinstadt. Die Aktion trägt den Namen „Gemeinsam“, weil sich afghanische und ausländische Soldaten eng zusammentun sollen.

Vor der großen Militäraktion wurden die Menschen in der Region gewarnt. Die Soldaten warfen Flugblätter aus der Luft ab, um den Menschen Bescheid zu geben, dass es gefährlich wird. Die Militär- Chefs wollen nämlich, dass die normalen Leute die Truppen als Freunde betrachten. Und dass sie sich gegen die aufständischen Taliban stellen.

Ob die Soldaten ihre Ziele mit der Kampf-Aktion erreichen, ist aber längst nicht sicher. Erst mal gibt es viel Leid. Hunderte Menschen haben ihre Häuser verlassen. Sie sind auf der Flucht.

Viele wollen genau hinschauen, ob nach den Gefechten wirklich gute Arbeit für Frieden und mehr Wohlstand getan wird. Fachleute denken: Nur dann könnte das Vertrauen vieler Afghanen zu den Militärleuten und zu ihrer eigenen Regierung in Kabul wachsen.

Es sind auch deutsche Soldaten in Afghanistan. Allerdings liegt das deutsche Einsatzgebiet ganz woanders.

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