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Wiesbaden unter Dampf

Wilfried Sprenger

Münster. In einigen Tagen endet in der Volleyball-Bundesliga der Frauen die Hinrunde. Nach neun Spieltagen hat sich das Feld sortiert. Angeführt wird es von Ex-Meister Schwerin, der offenbar keine Probleme hatte, den Verlust von Starspielerin Sylvia Roll zu kompensieren und nun als einziges verlustpuntkfreies Team dasteht.

Am Sonntag besiegten die Norddeutschen den USC Münster mit 3:0. „Es war leichter als erwartet“, sagte Trainer Tore Aleksandersen nach der Begegnung. Bundestrainer Giovanni Guidetti sah eine „gute Schweriner Mannschaft, aber kein gutes Spiel. Dafür war Münster zu schwach.“

Direkt hinter dem SSC (18:0-Punkte) hat sich der 1. VC Wiesbaden (14:4-Zähler) positioniert – es ist eine ziemliche Überraschung, schließlich muss der Club seit Saisonbeginn ohne seine Zuspielerin Tanja Hart auskommen. Mit beeindruckender mannschaftlicher Geschlossenheit haben die Hessinnen den Verlust kompensiert. Beim 3:1 (19:25, 27:25, 25:17, 25:21) am Sonntag über die Roten Raben Vilsbiburg feierten sie den vierten Sieg in Reihe und stürmten im Klassement auf Rang zwei vor. „Wir schreiben zurzeit Geschichte. Was wir machen, ist wirklich phantastisch“, jubelte der argentinische Trainer Luis Ferradas. Am Freitag (19.30 Uhr, Sporthalle Berg Fidel) sind die Wiesbadenerinnen Gast des USC Münster.

Eine Partie in Rückstand ist Titelverteidiger Dresdner SC. Weil die Sachsen am vergangenen Wochenende im Europapokal beschäftigt waren, wurde die Begegnung beim USC Münster auf den kommenden Dienstag (20.15 Uhr, Berg Fidel) verlegt. International ist Dresden übrigens noch weiter am Ball. Per 3:2-Erfolg über Radnicki Belgrad erreichte der DSC die zweite Runde im Challenge Cup. Nächster Gegner noch in diesem Monat ist der spanische Vertreter Universidad Burgos.

Weniger gut läuft’s in diesen Tagen bei den Roten Raben Vilsbiburg. Nach dem Traumstart mit sechs Siegen in Serie reihte sich zuletzt Niederlage an Niederlage. In Wiesbaden kassierten die Niederbayern die dritte in Folge. „Wir müssen einfach zur Kenntnis nehmen, dass die Mannschaft noch nicht so weit ist, um gegen die Topmannschaften der Liga bestehen zu können“, stellte Manager Klaus-Peter Jung-Kronseder nüchtern und sachlich fest.

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