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Wiesenthal-Zentrum begrüßt Abschiebung

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Jerusalem - Das Simon-Wiesenthal-Zentrum in Jerusalem hat die Abschiebung des mutmaßlichen NS-Verbrechers John Demjanjuk nach Deutschland begrüßt. „Wir sind natürlich sehr zufrieden, dass Demjanjuk letztendlich für seine Taten vor Gericht gestellt wird. Das ist ein sehr wichtiger Tag für die Gerechtigkeit“, sagte Efraim Zuroff, Direktor des Zentrums in Jerusalem, am Dienstag auf Anfage der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Deutschland und vor allem die USA verdienten Anerkennung für ihre Hartnäckigkeit, einen „Massenmörder“ den Prozess zu machen. Nach den Worten Zuroffs sollten die Menschen in Demjanjuk nicht eine ältere Person sehen, „sondern einen jungen Mann, der in der Blüte seines Leben alle Energie darauf vewendet hat, Männer, Frauen und Kinder zu töten“.

Der von den USA abgeschobene mutmaßliche NS-Verbrecher John Demjanjuk wird heute Vormittag in München eintreffen. Nach einem langwierigen Rechtsstreit verließ Demjanjuk am Montagabend (Ortszeit) laut der Internetseite der Zeitung „The Plain Dealer“ in einem Charterflugzeug den Flughafen von Cleveland (US-Bundesstaat Ohio) in Richtung München. Der 89-Jährige war am Nachmittag von Beamten der US-Einwanderungsbehörde in seinem Haus in Seven Hill abgeholt und zunächst in einem Krankenwagen in die Amtsräume der Einwanderungsbehörde in Cleveland gebracht worden.

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