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"Wii Sports Resort": Gasgeben im Inselparadies

Die Vorbestellungen häufen sich. Die versammelte Wii-Gemeinde fiebert dem Tag heute entgegen: Mit „Sports Resort“ erscheint die Fortsetzung von „Wii Sports“, jenem Titel, mit dem jeder neue Nutzer der Nintendo-Konsole einsteigt - und die Vorzüge des...

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Die Vorbestellungen häufen sich. Die versammelte Wii-Gemeinde fiebert dem Tag heute entgegen: Mit „Sports Resort“ erscheint die Fortsetzung von „Wii Sports“, jenem Titel, mit dem jeder neue Nutzer der Nintendo-Konsole einsteigt - und die Vorzüge des Geräts kennen- und meistens auch lieben lernt.

Die Grafik ist einwandfrei. Der neue Controller-Zusatz „Motion Plus“, ohne den sich die meisten Disziplinen gar nicht spielen lassen, hält, was er verspricht: Er übersetzt die Bewegungen noch genauer in den Spielablauf. Reaktionen sind feiner dosiert. Folglich wirken sich aber auch Ungenauigkeiten deutlicher aus. Das macht selbst Neuauflagen wie die Disziplinen Bowling und Golfen, die im Vorgänger „Wii Sports“ enthalten sind, spannend. Mal abgesehen davon, dass die Miis, die individuellen Spielcharaktere, jetzt sogar Blümchen auf dem Sportshirt tragen.

Grundsätzlich unterscheiden sich die zwölf Sportarten markant in ihrem Fun-Faktor: Beim Schwertkampf sind schnell drei Stufen durchgespielt und der Weg frei in lustige Levels, bei denen es darum geht, Gegnern eins überzuziehen. Die Nähe zur bekannten Box-Disziplin ist allerdings nicht zu leugnen, wobei sich der echte körperliche Einsatz in Grenzen hält.

Ganz neu sind dagegen Disziplinen wie beispielsweise Bogenschießen und Luftsport. In ihnen geht es in erster Linie um Präzision - ganz im Sinne des „Motion Plus“-Einsatzes. In der Natur der Sportarten liegt allerdings, dass der Bewegungsradius eher klein und der Spaß in der Gamer-Gruppe eher übersichtlich ist.

Aber es gibt ja noch so spritzige Sportarten wie Wakeboarding oder Jetbootfahren in dem Resort auf der kleinen bunten Ozeaninsel, die die Kulisse des Games bildet. Die machen in der Realität richtig Laune und auch im Wohnzimmer funktioniert die Mischung aus Gasgeben, Springen und Lenken einwandfrei. Da würde man doch gerne Duelle oder Rennen mit den bis zu vier Spielern gleichzeitig fahren! Aber: Der Materialdurst der Konsole ist stärker. Um mit mehreren Leuten zu spielen, braucht man natürlich nicht nur mehr Fernbedienungen, sondern eben auch „Motion Plus“-Zusätze. Die liegen kostentechnisch bei etwa 18 Euro und sorgen entweder bei Verzicht für Frust oder bei Kauf für ein leeres Portemonaie. Aber das sind Wii-Gamer ja schon gewohnt - und spielen trotzdem weiter.

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