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Willkommen, Herr Knipser

Alexander Heflik

Münster. Preußen Münster bastelt am Kader der nächsten Saison. Und nimmt offenbar das Problemfeld Offensive offensiv in Angriff. Gestern verpflichtete der Fußball-Regionalligist Wojciech Pollok vom Nord-Regionalligisten SV Wilhelmshaven für zwei Jahre plus einer Einjahres-Option im Aufstiegsfall. 18 Tore in 18 Saisonspielen machten den gebürtigen Polen zu einem begehrten Objekt, nun erhielt der SC Preußen den Zuschlag des Torjägers. „Wir sind froh darüber. Den ganzen Tag haben wir in Wilhelmshaven verhandelt. Er ist ein sehr guter Spieler, sehr fleißig, sehr professionell, der viel für das Team tut und außerdem Torjäger-Qualitäten besitzt.“ Willkommen, Herr Knipser.

Schon mehrfach stand der Bochumer auf dem erweiterten Wunschzettel des SCP. Doch sowohl in der Ära von Georg Kreß wie auch in den Planspielen von Roger Schmidt kam es nicht zu einer Zusammenarbeit. Auch nicht nach der vergangenen Spielzeit, als Pollok in 31 Partien für den Bonner SC 19 Tore markiert hatte, aber aufgrund eines Ein-Jahres-Vertrages auf dem sommerlichen Transfermarkt greifbar gewesen wäre.

Ein Wechsel bereits in der Winterpause wurde nicht ernsthaft diskutiert. „Es gab keine entsprechenden Signale aus Wilhelmshaven“, sagt Gockel. Zwar sollen einige Spieler, darunter auch Pollok, in Wilhelmshaven Rückstände beim Gehalt haben. Doch Münster hätte den 26-Jährigen, der von der Beratungsagentur des ehemaligen Schalke-Managers Rudi Assauer betreut wird, wohl nur mit einer Ablösesumme aus dem laufenden Kontrakt verpflichten können. Kolportiert wurde dabei eine Summe von rund 100 000 Euro für Pollok, der mit jedem Treffer, den er für Wilhelmshaven erzielte, auch teurer geworden war. Der Nord-Regionalligist hat bei zehn Zählern Rückstand auf Spitzenreiter Holstein Kiel nur noch vage Chancen auf den Sprung in die dritte Liga.

Nach Jerome Assauer sowie U-19-Spieler Tino Möllering ist Wojciech Pollok bereits die dritte Verpflichtung für die Offensiv-Abteilung der Preußen. Die Zukunft wird beim SCP vorangetrieben. Und es ist natürlich auch eine Ansage an die bisherigen Platzhirsche Michael Erzen und Marius Sowislo wie auch den Brasilianer Weller. Münster Angreifer konnten in den bisherigen Saisonspielen nicht in dem Maße treffen, wie es sich die Verantwortlichen gewünscht hatten. Die Verträge von Erzen und Sowislo laufen am Saisonende aus.

„Ich habe seinen Werdegang schon länger verfolgt. Er hat seine Qualitäten regelmäßig unter Beweis gestellt“, freute sich auch Trainer Roger Schmidt über den Transfer. Ob der in Bochum wohnhafte Pollok nach Münster umziehen wird, hängt auch von seiner Freundin ab, die wiederum in Dortmund studiert.

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