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Winterdienste gut vorbereitet

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Tecklenburger Land. Der Regen kam überraschend gegen 6.30 Uhr: „Wir waren um 3 Uhr draußen, um die Brücken und stellenweise zu streuen. Da war es trocken. Um kurz vor 7 Uhr kam dann das Blitzeis. Seitdem sind wir mit allen Kolonnen draußen.“ Andreas Birkholz war Sonntagmorgen Einsatzleiter des Ibbenbüren Bau- und Servicebetriebes und genauso wie viele Menschen im Tecklenburger Land von der Wetterlage überrascht. „Ich habe nachts noch die Wettermeldungen überprüft. Da hieß es, dass sich ein Tief aus dem Emsland nähert. Auch von Regen war die Rede: aber erst für den Nachmittag.“

20 Männer klingelte Birkholz aus dem Bett, die sich zunächst um die Hauptstrecken kümmerten. Dringlichkeitsstufe 1 hat auch die Innenstadt. Dazu wurden ein Geräteträger (Trecker mit Streuer), zwei Lastwagen, drei Klein-Trecker für die Radwege und kleine Streuwagen für die Fußwege eingesetzt. „Ein bisschen froh bin ich darüber, dass es Sonntagmorgen war, wo nicht alle Leute zur Arbeit müssen und sich in Acht nehmen. Es war nicht ganz ungefährlich.“

Der Warndienst des Kreisbauhofes in Schierloh schlug um 4 Uhr Alarm, eine halbe Stunde später setzten sich acht Streufahrzeuge für ihren Einsatz auf 300 Kilometern Kreisstraßen in Marsch, berichtet Thomas Appelhans: „Zunächst ging es um Reifglätte. Gegen 6.30 Uhr setzte der Regen ein, der Straßen und Radwege in Eisbahnen verwandelte.“ Der Leiter der Straßenmeisterei spricht noch von keinem Großeinsatz, aber: „Das Unberechenbare waren die Temperaturunterschiede – in Recke null Grad, in Saerbeck zur gleichen Zeit fünf Grad minus.“ Gegen 11 Uhr kehrten die Streuwagen zum Stützpunkt zurück.

Beim Rettungsdienst der Feuerwehr in Ibbenbüren stand nach dem Beginn des Blitzeises kein Wagen mehr auf dem Hof: Die Rettungssanitäter mussten immer wieder ausrücken, um gestürzte Menschen zu versorgen. Zwar meldete die Polizei einige Unfälle, aber diese verliefen recht glimpflich: So konnten Autofahrer Pollern und Blumenkästen nicht mehr ausweichen.

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