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Winzige Wesen

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Sie sind meist nur wenige Millimeter groß und häufig schwer zu erkennen: Zecken. Sie sitzen in Hecken, Gräsern oder im Gebüsch. Zum Futtern befallen sie aber Tiere und Menschen. Meist ist das harmlos. Doch manchmal übertragen die kleinen Viecher Krankheiten.

Wie aber geht das? Zecken setzen sich auf Tiere oder Menschen, wenn die vorbeigehen oder vorbeilaufen. Zecken haben in ihren Beinen eine Art Nase. Damit erkennen sie, ob ein Tier oder ein Mensch vorbeikommt. Dann stechen sie ihre Opfer in die Haut und lecken und saugen das austretende Blut. Meist lassen sie erst wieder los, wenn sie kugelrund vollgefuttert sind.

Die Krankheit Borreliose wird genau bei diesem Stechen übertragen. Doch selbst, wenn man von einer Zecke gestochen wird, wird man nicht in jedem Fall krank. „Aufpassen sollte man, wenn man nach einem Zeckenstich einen roten Fleck an der Einstichstelle bekommt, der sich ausbreitet“, sagt der Arzt Thomas Talaska. „Das ist die Wanderröte.“ Wer sie bekomme, habe sich wohl mit den Borreliose-Bakterien angesteckt. Einige Menschen bekommen keinen Fleck, sondern etwa Fieber - auch noch Wochen nach einem Stich. Dann heißt es auf jeden Fall: Auf zum Arzt!

Doktor Talaska muss es wissen. Er ist ein Fachmann für Zecken. Er sammelt sie im Wald für seine Untersuchungen. Dabei wird er auch gestochen. Auch die Wanderröte hat er schon mal bekommen. Aber das sei kein Grund zur Panik, sagt Talaska. Schließlich gibt es Medikamente, mit denen die Borreliose behandelt werden kann.

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