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Ahlener SG

„Wir wollen den Wiederaufstieg packen“

Cedric Gebhardt

Ahlen - Er war da, als Not am Mann war. Als Christoph Böckmann Ende Oktober vergangenen Jahres bei den Bezirksliga-Handballerinnen der Ahlener SG das Handtuch warf, stand André Deppe Gewehr bei Fuß. Seither trainiert er die Mannschaft - mit Erfolg. „AZ“-Redaktionsmitglied Cedric Gebhardt sprach mit Deppe über dessen Zukunft als Trainer der Damen.

Herr Deppe, ursprünglich sollten Sie nur vorübergehend die Damen trainieren. Werden Sie jetzt doch zur Dauerlösung?

Deppe: Das wird sich in ein, zwei Wochen entscheiden. Ich könnte mir durchaus vorstellen, weiter zu machen.

Wovon machen Sie Ihre Entscheidung abhängig?

Deppe: Ich komme mit den Mädels gut aus und hatte mir ohnehin vorgenommen, nach dem Spiel am kommenden Wochenende gegen die SG HC Dortmund-Süd eine Entscheidung zu treffen. Abhängig ist sie von der Einstellung, die die Mannschaft an den Tag legt.

Damit würde weiterhin viel Arbeit auf Ihren Schultern ruhen. Sie sind stellvertretender Abteilungsvorsitzender, zudem noch Torhüter der zweiten Mannschaft und nun auch noch Trainer der Damen. Wie gelingt Ihnen dieser Spagat?

Deppe: Problematisch ist in der Tat, dass die Trainingszeiten der zweiten Mannschaft und der Damen identisch sind. Deshalb habe ich seit der Übernahme der Damen nur einmal selbst trainieren können. Das ist natürlich alles andere als optimal und macht sich beim Spiel bemerkbar. Ich versuche die Defizite durch Sondertraining auszugleichen. Und ich spiele viel zu gerne selber, als dass ich darauf verzichten möchte. Daher würden, sofern ich auch über die Saison hinaus Trainer der Damen bleibe, die Trainingszeiten der Damen vielleicht etwas verändert.

Sportlich läuft es bei Ihrer Mannschaft rund. Sind Sie mit der bisherigen Ausbeute seit Ihrem Amtsantritt zufrieden?

Deppe: Ja, noch ist alles drin. Tabellenführer Hamm hat nur zwei Verlustpunkte weniger als wir. Wir wollen nach Möglichkeit den Wiederaufstieg packen.

Neun Siege, drei Niederlagen. Ihr Team scheint keines zu sein, das Kompromisse eingeht?

Deppe: Das stimmt nicht ganz. Zwei der drei Niederlagen waren äußerst knapp. Die Spiele gegen Huckarde-Rahm und Hamm hätten auch unentschieden ausgehen können.

Sie kennen ja jetzt beide Seiten. Was können Männer von Frauen beim Handball lernen? Wo gibt es Unterschiede?

Deppe: Bei den Herren kommt es sehr auf individuelle Fähigkeiten an und das Spiel ist sehr viel körperbetonter. Im großen Unterschied dazu kann man bei den Damen viel mehr mit Taktik und Spielzügen erreichen. Durch eine gute Taktik kann man körperliche Defizite eher wettmachen.

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