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Marienschule Münster

Wird Kinderverwahrlosung in Deutschland zur Normalität?

wn

Fast wöchentlich kommt ein neuer Fall von Kinderverwahrlosung ans Tageslicht. Inzwischen fragt sich ganz Deutschland, was mit oder in den Familien los ist.

Wo Mütter oder Väter versagen in ihrer Verantwortung gegenüber ihren Kindern, sollen die Jugendämter es richten, doch chronischer Personalmangel führt dazu, dass sich die Sozialarbeiter nur um die krassesten Fälle kümmern können.

Immer wieder werden Kinder aus sozial schwachen und überforderten Familien Opfer von Verwahrlosung. Sie werden meist in vermüllten und verdreckten Wohnungen gefunden, nachdem sich lange keiner mehr um sie gekümmert hat. Oftmals haben die Kinder sogar in ihren Zimmern urinieren müssen.

Wie kann es dazu kommen? Das ist für Jugendämter unerklärlich, denn diese beteuern immer ihre Unschuld oder versuchen sich herauszureden, indem sie sagen: „Immer, als wir die Familie und deren Wohnung besucht haben, schien uns alles ganz normal zu sein, es waren harmonische Familien!“ Solche Dramen dürfen in einem Land wie Deutschland nicht passieren!

In Afrika heißt es: Um ein Kind zu erziehen, braucht man ein ganzes Dorf. Kindererziehung ist also eine sehr anspruchsvolle Aufgabe. Es sollte mehr Personal in diesen Bereichen geben und nicht gespart werden, denn sonst wird es Fälle von Verwahrlosung immer wieder geben.

Katharina Müller, Marienschule Münster, Klasse 8a

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