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Ahlener SG

„Wischi“ glänzt

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Ahlen. War nach der Partie gegen Hildesheim allenthalben noch von einer „Abwehrschlacht“ die Rede, so erlebten die Zuschauer in der am Freitagabend nicht ganz ausverkauften Friedrich-Ebert-Halle zumindest in der Anfangsphase eher ein munteres Scheibenschießen. Fünf Tore in drei Minuten begeisterten beim Spielstand von 3:2 nicht nur Dieter Kropp. Der Vater von ASG-Kreisläufer André war als amtierender Schützenkönig des Bürgerschützenvereins Steinheim (Kreis Höxter) mit dem kompletten Hofstaat angereist, der alle sieben Tore von Kropp-Junior lautstark bejubelte.

Den Titel des ASG-Schützenkönigs verpasste der frühere Augustdorfer allerdings knapp, denn Sascha Bertow traf insgesamt achtmal ins Altenholzer Gehäuse (davon drei Siebenmeter). Überhaupt waren die Rot-Weißen gegen die „Rand-Kieler“ von den beiden Außenpositionen am torgefährlichsten, denn auch Christoph Wischniewski zeigte gegen seine früheren Mannschaftskollegen eine sehr gute Leistung und stellte mit sieben Treffern erneut seine Torgefährlichkeit unter Beweis.

Doch war nicht alles Gold, was glänzte im Ahlener Angriffsspiel, denn vor allem die Zuspiele an den Kreis zu André Kropp, der sechs Minuten vor Schluss Platz machte für Björn Wiegers, verfehlten zu oft ihr Ziel, was auch Co-Trainer Frank Wolters hinterher bemängelte: „Wir haben vor der Pause oft zu leichtfertig die Bälle abgegeben und es verpasst, schon in dieser Phase den Sack zuzumachen!“ So kamen die Gäste nach dem 7:2 (8.) und 13:7 (18.) unnötigerweise bis zum Ende der ersten Halbzeit wieder bis auf zwei Tore heran.

Erst nach der Pause stand die Abwehr besser, auch wenn TSV-Kapitän Torge Greve über Rechtsaußen immer wieder erfolgreich und mit zehn Toren (davon zwei Siebenmeter) bester Altenholzer Schütze an diesem Abend war. Zwar schaffte kurz nach dem Wechsel Opderbeck in Überzahl für die Gäste sogar den Anschluss zum 18:17, doch Bertow, Kropp und Skerka sorgten anschließend schnell wieder für einen Vier-Tore-Vorsprung (21:17), der in der Folgezeit noch bis auf acht Tore (28:20/30:22) ausgebaut wurde.

Erst in den Schlussminuten, als bei den Rot-Weißen auch Ganschow, Wiegers und Torhüter Peveling ihre Spielanteile erhielten, der Rest der Truppe im Gefühl des sicheren Sieges einen Gang zurückschaltete und zudem noch Schindelhauer (58.) sowie Schmidtmeier (59.) eine Zeitstrafe absitzen mussten, konnte der TSV Altenholz noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben, so dass die Niederlage in einem erträglichen Rahmen blieb.

Die Schützlinge von ASG-Coach Diethard von Boenigk, dem am Freitag eine Grippe mit Fieber und Schüttelfrost arg zu schaffen machte, treffen nun am kommenden Freitag (Anwurf bereits um 19 Uhr!) auf den TuS Spenge, der am vergangenen Samstag überraschenderweise ASG-Bezwinger Post Schwerin mit 30:27 besiegte und somit hoch motiviert in das Derby geht.

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