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Wo der Apfelsaft herkommt

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Äpfel mag ich ganz, ganz gerne“, sagt Lea. Ihre Mutter kauft Äpfel meist im Supermarkt. Deshalb ist die Siebenjährige aus der zweiten Klasse heute auf was Neues gespannt: Mit 18 Mitschülern und ihrer Lehrerin ist sie aufs Land gefahren - dorthin, wo ganz viele Äpfel wachsen, zu Kerstin Hintz.

Die hat einen Obsthof mit Apfelbäumen. Sie sagt den Jungen und Mädchen: „Ihr werdet selbst Äpfel ernten und in unserer kleinen Apfelsaftfabrik Saft herstellen.“

Vorher erklärt die 45 Jahre alte Apfelbäuerin ihren Gästen noch: „Früher waren die Bäume 13 bis 15 Meter hoch. Die Pflücker mussten auf lange, wackelige Leitern steigen.“ Dann wurden neue Bäume gezüchtet. „Heute messen die Bäume nur noch 2,50 Meter. Da kann man leichter ernten. Außerdem kommt die Sonne so besser an die Früchte, die dann mehr Vitamine und eine schöne Farbe kriegen.“

Fürs Pflücken hat Kerstin Hintz Tipps. „Ein Apfel ist empfindlicher als ein rohes Ei. Hat er eine Druckstelle, wird er nach ein paar Tagen faulig.“ Deshalb werden die Äpfel vorsichtig in die Kiste gelegt.

Der Mann von Frau Hintz rattert mit einem Traktor auf den Hof. Er lädt alle in einen Anhänger und fährt mit ihnen die kurze Strecke zur Apfelplantage. Dort wachsen viele Sorten - Gloster und Gravensteiner, Cox Orange, Boskoop und andere. Sie sind unterschiedlich groß, schmecken mal süß, mal saurer, sind mal fester und mal weicher.

Lea will die roten, kugelrunden Gloster-Äpfel ernten. Vorsichtig zieht sie die Äpfel nach vorne. Sie dreht sie mit ihrem Stiel vom Ast. Bald sind die ersten Kisten voll. Mit dem Traktor geht es zurück auf den Hof. In der Scheune werden die Äpfel gewaschen. Die Kinder sitzen an Tischen und zerschneiden die Früchte mit einem Messer. Acht Teile sollen es sein. Dann wird das Obst weiter in einer Obstmühle zerkleinert, damit es in der Presse zu Saft werden kann.

Lea und ihre Mitschüler bedienen die Presse, die von außen wie ein Holzfass aussieht. Das kostet Kraft. Denn man muss einen Griff fest in der Hand halten und dabei um das Fass herumgehen.

Lea ist zufrieden mit dem Tag: „Hier hat mir alles gut gefallen“, sagt sie. „Jetzt kenne ich mich viel besser aus. Daran denke ich, wenn ich Äpfel esse oder mit meiner Mami einkaufen gehe.“

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